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Rätselhafte Anomalien

Das medizinische Rätsel "Mirin Dajo" (1/3)
Unverletzbar? Mirin Dajo's Waffen-Experimente


Der Niederländer Arnold Henskes, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Mirin Dajo, sorgte zwischen 1946 und 1948 für großes Aufsehen, als er sich bei öffentlichen Vorführungen den Oberkörper von einem Florett und Schwertern durchbohren ließ. Dabei blieb er zum Erstaunen von Ärzten unverletzt.


Inhaltsübersicht:

  1. Wer war Mirin Dajo? Finden Sie hier kurze biografische Informationen zu seinem Leben und Wirken.
  2. Video-Dokumentationen: Das Schweizer Fernsehen war mit einem Filmteam vor Ort, als Mirin Dajo seine Unverletzbarkeit in einem Krankenhaus vor Ärzten demonstrierte und sich einer medizinischen Untersuchung (inkl. Röntgenaufnahmen) unterzog. Sehen Sie hier die Aufnahmen von damals.
  3. Weiterführende Informationen und Buchtipps

1) Wer war Mirin Dajo?

Wenn es in dieser Online-Mediathek neben Nahtoderfahrungen noch ein weiteres Phänomen gibt, von dessen Überprüfung per Selbstversuch wir Ihnen dringend abraten würden, dann sind das die Experimente von Mirin Dajo.

In den 1940er Jahren sorgte Mirin Dajo mit spektakulären Vorführungen an verschiedenen Orten in der Schweiz für großes Aufsehen. Regelmäßig sollen Zuschauer bei seinen Auftritten in Ohnmacht gefallen sein. Ärzte verstanden die Welt nicht mehr und sahen sich mit einem mutmaßlichen medizinischen Wunder konfrontiert. Was war da passiert?

Mirin Dajo stammte aus den Niederlanden und hieß eigentlich Arnold Henskes. Nach einem Kunststudium arbeitete er als Grafiker, ehe es ihn 1947 im Alter von 35 Jahren in die Schweiz verschlug. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits davon überzeugt, unverwundbar zu sein. Denn während der Kriegswirren des zweiten Weltkrieges hatte er wohl bemerkt, dass ihm selbst schwere Verletzungen nichts anhaben konnten. So begann er damit, seine Unverwundbarkeit unter dem Künstlernamen „Mirin Dajo“ öffentlich vorzuführen: Er ließ seinen Oberkörper von einem Assistenten wiederholt mit Stichwaffen wie einem Florett oder gar einem Dolch durchbohren und zeigte dabei weder Blutverlust noch innere oder äußerlich sichtbare Verletzungen. Auch Schmerzen schien er kaum zu verspüren. Und obschon die Stichwaffen vorab nicht desinfiziert wurden, bildeten sich im Nachgang keinerlei Infektionen heraus.

Klingt wie fake? Ja, das tut es. Tatsächlich ist die Geschichte aber nachweislich echt. Zum einen berichteten etliche Zeitungen und Zeitzeugen über den „Wundermann“ Mirin Dajo. Des Weiteren gibt es gut erhaltene Archivaufnahmen, in denen eindeutig zu sehen ist, wie Mirin Dajo seine Fähigkeiten in einem Baseler Hospital vor Ärzten demonstriert und sich anschließend medizinisch untersuchen lässt – Röntgenaufnahmen inklusive. Auch eine weitere Vorführung bei einem Ärztekongress in Zürich wird in den Archivaufnahmen dokumentiert.

2) Video-Dokumentationen 

Einen Zusammenschnitt der oben gennanten sowie weiterer Szenen finden Sie im folgenden TV-Bericht vom Österreichischen Rundfunk sowie in einem weiteren TV-Bericht vom Schweizer Fernsehen – aber Achtung: Das ist nichts für schwache Nerven! Augenscheinlich durchbohren die Waffen tatsächlich den Körper Mirin Dajos. Das belegen neben dem Filmmaterial insbesondere auch die Röntgenaufnahmen aus dem Baseler Hospital. In einer medizinhistorischen Dissertation an der Universität Zürich wurden zudem die Untersuchungsberichte der beteiligten Ärzte samt einiger Briefwechsel zum Fall Mirin Dajo dokumentiert. Umstritten ist eigentlich nur, wie die vermeintliche Unverletzbarkeit Mirin Dajos medizinisch einzuordnen ist. Mehr dazu erfahren Sie auf der folgenden Artikelseite.

VIDEO: Mirin Dajo - der unverletzbare Prophet

15:11 Minuten, deutsch

Dies ist ein Video von Mirin Dajo's Vorführungen, unter anderem in einem Krankenhaus mit anschließender ärztlicher Untersuchung. Menschen mit schwachen Nerven seien vorgewarnt: Sie werden darin sehen, wie Mirin Dajos Körper ohne jeden Zweifel durchbohrt wird. Das Video hat einen kurzen Textvorspann, der interessante Teil beginnt bei 2:40. Falls Sie sich nicht das ganze Video ansehen wollen - die überzeugendsten Aufnahmen sind wohl die von 6:50 bis 8:50.

VIDEO: Mirin Dajo – Wunder oder Scharlatan?

7:58 Minuten, schwiitzerdütch/deutsch

In dieser Reportage beleuchtet ein Fernsehteam des Schweizer Rundfunks den Fall Mirin Dajo 60 Jahre später noch einmal. Dabei kommt ab Minute 4:03 auch ein Skeptiker zu Wort, der in diesem Zusammenhang keine übersinnlichen Kräfte am Werk sieht. Entscheiden Sie selbst, wie plausibel Ihnen seine Erklärung erscheint und ob die von ihm als Beleg angeführten Tierversuche in dieser Form auf den Fall Mirin Dajo übertragbar sind.

3) Weiterführende Informationen und Buchtipps