Themenbereich
Bewusstseinsforschung

Geheimdienstliche Forschung zur Fernwahrnehmung (3/5)
Die Technik: Das Remote Viewing Protokoll


Warum Fernwahrnehmung kein Blick in die Glaskugel ist, sondern einem ausgeklügelten Protokoll folgt


1) Wozu überhaupt ein Protokoll?

Das "Remote Viewing"-Protokoll sieht sechs aufeinanderfolgende Stufen der Wahrnehmung vor. Der Sinn in dieser Auseinanderzerrung der Wahrnehmung liegt darin, Interpretationen des Verstandes zu eliminieren. Dahinter steckt die Annahme, dass außersinnliche Informationsströme umso unverfälschter in unser Bewusstsein gespült werden, je schwächer der intellektuelle Verstand arbeitet. Analytisches Denken blockiert oder verzerrt demnach den nichtphysischen Datenfluss.

Hierzu ein Beispiel: Wenn ein Viewer ein bestimmtes Target als grün wahrnimmt und zugleich den Eindruck eines hohen Objekts erhält, könnte sein analytischer Verstand beginnen, beide Informationen zu kombinieren, um bereits erste Interpretationen daraus zu formen. Er würde vielleicht vermuten, es könnte sich um einen Baum handeln. Mit diesem Bild im Kopf würden dann in der Folge alle weiteren eingehenden Informationen „gefiltert“: Was der Vorstellung des Baumes nicht entspricht, würde entweder gar nicht mehr klar empfangen oder vielleicht in Richtung eines Baumes umgedeutet. Diese sogenannten „analytischen Überlagerungen“ gilt es unbedingt auszuschalten. Deshalb werden verschiedene Wahrnehmungen wie Farben, konkretere Formen oder gar Zwecke und anwesende Personen separat abgehandelt und nicht gleichzeitig.

2) Die sechs Stufen der Wahrnehmung

Die allererste Stufe 1 einer jeden Sitzung verfolgt zunächst den Zweck, dass der Viewer einen ersten außersinnlichen Kontakt zum Target herstellt. Dazu soll er auf Anweisung des Taskers (oder bestenfalls eines begleitenden Monitors) den Zahlencode auf ein Blatt notieren, der als Metapher für den Briefumschlag das Target „enthält“. Ganz intuitiv soll der Viewer anschließend eine geschwungene Linie auf ein Papier zeichnen, die eine Art kreative, bildliche Übersetzung des Zahlencodes darstellen soll. Um sicherzustellen, dass die Linie „aus dem Bauch heraus“ entsteht, muss sie blitzschnell gezeichnet werden, sodass wirklich keine Zeit zum Nachdenken bleibt. Anschließend soll der Viewer die Linie in Abschnitte einteilen und diese nummerieren, um damit verschiedene Aspekte des Targets symbolisch zu trennen. Erste spontane und ganz allgemeine Eindrücke zu seinem Target darf der Viewer nun schon auf sein Blatt notieren.

In Stufe 2 werden verschiedene eingehende Informationen in verschiedene Kategorien eingeteilt, ohne dazwischen Verbindungen oder Interpretationen zuzulassen. Dabei handelt es sich um Farben, Gerüche, Geschmäcker, Temperaturen oder Geräusche, die nacheinander einfach nur gesammelt werden. Sollte dem Viewer dabei versehentlich eine Interpretation in den Sinn schießen, muss er diese sofort nennen und als solche an einer separaten Stelle auf dem Blatt notieren. So können Aktivitäten des Verstandes systematisch als „analytische Überlagerung“ identifiziert und symbolisch beiseitegelegt werden, damit der Viewer den Kopf umgehend wieder frei kriegt.

In Stufe 3 erhält der Viewer die Anweisung, die Informationen aus Stufe 2 zu positionieren, also im Raum darzustellen. Dazu fertigt er eine Zeichnung an, die bereits Teilaspekte enthalten kann. Würde das Target zum Beispiel eine russische Militäranlage sein, würde er womöglich erste kleine Teilbereiche einer Gebäudestruktur zeichnen. Von einer Beschreibung der gesamten Anlage oder gar von einer Identifikation ihres Zwecks ist er an dieser Stelle aber noch weit entfernt.

Die Stufe 4 dient dazu, die wichtigsten Aspekte eines Targets zusammenfassend herauszuschälen. Hier geht es um keine konkreten Detailbeschreibungen, aber auch nicht mehr um eine unzusammenhängende Sammlung von möglicherweise irrelevanten Eindrücken gleich welcher Art. 

Der Reihe nach soll der Viewer hier diejenigen Farben, Geräusche, Gerüche oder Strukturen nennen, die seiner Empfindung nach die bedeutsamsten oder dominantesten sind. Außerdem soll er an dieser Stelle auch den wichtigsten Zweck des Targets wahrnehmen und beschreiben, welche Emotionen er in Zusammenhang mit dem Target empfindet. Auch ob beim Target fremde Emotionen zu spüren sind (zum Beispiel von dort anwesenden Menschen), sollte der Viewer auf Stufe 4 bereits zu beschreiben versuchen. Dabei soll sich die Wahrnehmung des Viewers wenn möglich ins Target hinein verlagern. Damit ist gemeint, dass er das Ziel nicht mehr nur aus einer Beobachter-Perspektive beschreibt, sondern sich mit seinem Bewusstsein gleichsam an den Ort des Geschehens begibt. Die Beschreibung der wahrgenommenen Emotionen und sensorischen Eindrücke wird dadurch viel authentischer.

Die Stufe 5 erlaubt dem Tasker beziehungsweise dem begleitenden Monitor, in verschiedene Aspekte der in Stufe 4 herausgestellten Eindrücke näher „heranzuzoomen“. Dabei geht er streng nach Protokoll vor und lässt den Viewer nacheinander Objekte, sensorische Eindrücke, Funktionen und Emotionen beziehungsweise Einschätzungen der im Zielgebiet vorhandenen Personen genauer beschreiben.

Stufe 6 funktioniert im Prinzip ähnlich, nur dass die Anweisungen hier nicht streng nach Protokoll, sondern völlig frei erfolgen. So können sich der Tasker beziehungsweise der Monitor frei „im Zielgebiet bewegen“ und nach Belieben verschiedene Aspekte in verschiedener Intensität mit verschiedenen Mitteln untersuchen lassen, bis sie schließlich alle Informationen beisammenhaben, die für eine vorläufige Gesamtinterpretation erforderlich sind.

Sie sehen: Remote Viewing gleicht mit dieser Herangehensweise nun wirklich keinem Blick in die Glaskugel! Die angewandten Protokolle zeugen von einer durchdachten und hoch strukturierten Vorgehensweise. Verantwortlich dafür sind Wissenschaftler, die das Projekt „Stargate“ über fast zwei Jahrzehnte begleitet haben.

VIDEO: STEFAN FRANKE und BENNY - MW-RUNDE

12:45 Minuten, deutsch

In dieser Matrixwissenrunde ging es ums Thema Remote Viewing. Als Gäste hatten wir Stefan Franke und Benny Pamp - die Gründer der Academy of Mind. Sie haben uns zunächst eine etwa 50-minütige Einführungspräsentation ins Thema Remote Viewing gehalten, danach haben sich die beiden für fast weitere 3 Stunden unseren Fragen gestellt, wobei nur 2 Stunden davon hier veröffentlicht werden. Ab Minute 16:26 erläutern die beiden das "Remote Viewing"-Protokoll.

3) Weiterführende Informationen:

  • Remote Viewing-Blog von Experte Stefan Franke mit zahlreichen Hintergunrdinformationen, Erklärungen zu den verschiedenen Stufen der Fernwahrnehmung und zu eigenen Forschungsprojekten: https://signallinie.info/