Wie man die Realität von Channeling mit einem Praxis-Test prüfen kann
Sind die übermittelten Inhalte derart anspruchsvoll und in einer Weise formuliert, dass sie sich vom normalen Wissensstand und von der üblichen Ausdrucksweise der betreffenden Medien signifikant abheben, könnten dies Indizien für die Echtheit des mutmaßlichen „Channelings“ sein.
Für die sogenannten „Michael-Teachings“ besteht überdies noch eine weitere Überprüfungsmöglichkeit, die wir Ihnen auf dieser Artikelseite ausführlich vorstellen möchten. Denn diese Art der Überprüfung könnten Sie bei Interesse auch selbst vornehmen. Damit Ihnen das gelingt, ist die Kenntnis der „Michael-Teachings“ unverzichtbar. Auf dieser Artikelseite werden wir nur ganz grob erklären, was das ist, damit Sie ein wenig Hintergrundinformationen haben. Für genauere Informationen zu den Michael-Teachings konsultieren sie bitte unsere Artikelsammlung „Die Michael-Teachings und der Ra-Kontakt“ sowie die Literaturhinweise am Seitenende.
Struktur eines Michael-Charts. Eigenes Foto.
Weil „Michael“ diese Merkmale angeblich bei jedem Menschen identifizieren und darüber Auskunft geben kann, könnten Sie über ein „Michael“-Medium eine Aufschlüsselung Ihrer persönlichen Kombination von Seelenmerkmalen anfragen. Eine solche Aufschlüsselung nennt sich „Michael-Chart“. An solch einem „Chart“ könnten Sie zum Beispiel ablesen, ob Sie eine junge, reife oder alte Seele sind, welche Seelenrolle Sie haben, welches Ziel sich Ihre Seele für diese Reinkarnation gesetzt hat und welche Ängste Sie daran hindern, dieses Ziel unbeirrt zu erreichen.
Die Bestellung eines solchen „Charts“ eröffnet eine interessante Möglichkeit der Überprüfung. Denn wenn diese Seelenlehre stimmt und „Michael“ tatsächlich Ihre Seelenstruktur auslesen kann, dann müsste der von Ihnen bestellte „Chart“ ja mit Ihren Persönlichkeitsmerkmalen und Charaktereigenschaften übereinstimmen. Und wer könnte das besser beurteilen als Sie selbst?
Sie könnten also einfach bei einem „Michael“-Medium einen „Michael-Chart“ bestellen und dann nachschauen, ob die darin angegebenen Merkmale auf Sie zutreffen. Am besten gehen Sie dabei systematisch vor: Bevor Sie Ihren „Michael-Chart“ in Auftrag geben, sollten Sie sich zunächst gründlich in die „Michael-Teachings“ eingelesen und die Struktur solcher „Michael-Charts“ studiert haben. Daraufhin könnten Sie einen „erwarteten“ Chart für sich selbst entwerfen. Noch vor der Bestellung des eigentlichen „Michael-Charts“ bei einem „Michael“-Medium könnten Sie also vorab für sich selbst notiert, mit welcher Wahrscheinlichkeit Sie welches Merkmal an welcher Stelle erwarten würden. Wenn Sie dann später Ihren tatsächlichen „Michael-Chart“ erhalten, können Sie diesen mit Ihrem Erwartungs-Entwurf abgleichen, um Übereinstimmungen und Widersprüche festzustellen.
Beispiel für einen Michael-Chart
Jeder durchläuft ohnehin alle Entwicklungsstufen und jeder, der alt ist, war auch mal jung. Was sich ändert, ist die Sicht auf die Welt und auf das, was einem wichtig ist.
Was für Kinder und Erwachsene im Alltag gilt, gilt in ähnlicher Weise auch auf Seelenebene. Jedes Seelenalter geht folglich mit einem bestimmten Interessenfokus einher: Säuglingsseelen fokussieren sich als „Neuankömmlinge“ auf das physische Überleben. Kindseelen beginnen mit der Erkundung der Welt und orientieren sich gerne an Regeln und Autoritäten. Junge Seelen streben nach Macht und Entfaltung und drängen auf die Durchsetzung ihres Willens. Reife Seelen entwickeln Verantwortungsbewusstsein und interessieren sich für soziale Beziehungen. Alte Seelen interessieren sich für große Gesamtzusammenhänge und Introspektion.
Ein Entwicklungsziel im Sinne der „Michael-Teachings“ ist nicht vergleichbar mit Zielen, die wir uns bewusst im Alltagsleben setzen und die wir deshalb klar benennen können. Stattdessen haben wir uns dieses Ziel laut „Michael“ vor unserer Inkarnation auf Seelenebene ausgewählt, weshalb es uns eher unbewusst lenkt.
Seien Sie also gewarnt: Ihr Entwicklungsziel wird wahrscheinlich nicht unbedingt dasjenige sein, was gut zu Ihrem Charakter passt, weil Sie die betreffende Verhaltensweise stets anwenden. Wenn Sie sich zum Beispiel schon immer sehr gut in ein größeres Gesamtgefüge einordnen konnten, ist „Unterordnen“ womöglich kein Ziel, das Sie erlernen müssten. Eher könnte dasjenige passen, was Sie vielleicht noch nicht so gut können und was zugleich ein ständiges Thema in Ihrem Leben zu sein scheint. Vielleicht kämpfen Sie seit eh und je darum, sich anderen gegenüber durchzusetzen und es will Ihnen einfach nicht gelingen. Dann könnte es sein, dass Ihr Lernziel „Herrschen“ lautet: Auf Seelenebene haben Sie sich vorgenommen, Dominanz auszustrahlen und Führung auszuüben, ohne andere respektlos zu behandeln oder zu bevormunden.
Hinter „Arroganz“ steckt die Angst, von anderen Menschen schlecht angesehen, kritisiert und verletzt zu werden. Um dies zu vermeiden, gehen Menschen mit diesem Merkmal gerne auf Distanz und reagieren zurückweisend, was ihnen mitunter als „Überheblichkeit“ ausgelegt wird. Eigentlich steckt dahinter aber nicht unbedingt das Gefühl, besser zu sein, sondern vielmehr die einengende Angst, sich dem potenziell verletzenden Urteil der Mitmenschen aussetzen zu müssen.
Als alternative Hindernisse könnte eine jede Seele laut „Michael“ auch die Selbstverleugnung (Angst vor Unzulänglichkeit), die Selbstsabotage (Angst vor Kontrollverlust durch zu viel Lebendigkeit), die Gier (Angst vor Mangel), das Märtyrertum (Angst vor Wertlosigkeit/Gefühl der Schuld) oder den Starrsinn (Angst vor Kontrollverlust durch Veränderungen) entwickeln.
Wie immer gilt, dass diese zugespitzten Bezeichnungen nur als Metaphern für etwas Komplexeres verstanden werden dürfen. Jemand mit dem Hindernis „Gier“ muss beispielsweise kein raffender Kapitalist sein. Hinter dem Etikett „Gier“ verbirgt sich bloß die Angst davor, zu kurz zu kommen. Das muss sich nicht zwingend auf einen Mangel an Geld beziehen. Und selbst wenn sich diese Angst auf einen Mangel an Geld beziehen sollte, muss das nicht unbedingt zur Folge haben, dass die betreffende Person nach maximalem Gewinn strebt. Vielleicht lebt sie im Gegenteil eher sparsam und genügsam, weil sie aus ihrer Angst vor Mangel glaubt, lernen zu müssen, mit wenig auszukommen.
Lassen Sie sich also nicht von den plakativen Bezeichnungen der oben genannten Hindernisse blenden. In erster Linie geht es bei diesen Hindernissen und Ängsten darum, was Sie in Ihrem Innersten daran hindert, sich befreit und entspannt zu fühlen – und zwar nicht nur in bestimmten Alltagssituationen, sondern lebenslang.
Könnte es vielleicht sein, dass die Sache mit dem „Michael-Chart“ am Ende doch nur esoterischer Blödsinn ist, wir als Kunden aber dadurch getäuscht werden, dass sich im Nachhinein aufgrund der Vielzahl von Merkmalen und Erklärungsmöglichkeiten stets eine stimmig wirkende Interpretation für jede Charaktereigenschaft finden lässt?
Nun, ein gewisser Spielraum, in dem die Ergebnisse, egal wie sie ausfallen, treffend interpretiert werden könnten, besteht in der Tat. Deshalb ist die Beweiskraft eines „Michael-Charts“ sicherlich nicht so hoch wie zum Beispiel eine zweifelsfreie Demonstration des „Sehens ohne Augen“ oder eine hochspezifische Beschreibung eines Verstorbenen durch ein kompetentes Medium.
Trotz dieses Spielraums herrscht keine Beliebigkeit. Trotz der Vielfalt an Merkmalen und der damit verbundenen Erklärungsalternativen für einen bestimmten Persönlichkeitszug sind den nachträglichen Interpretationen und Umdeutungen schließlich auch Grenzen gesetzt. Denn dafür sind die Merkmale im „Michael-Chart“ mitunter zu spezifisch. Wenn Sie zum Beispiel bestimmte Seelenaltersstufen wie Säuglingsseele, Kindseele und junge Seele sowie Seelenrollen wie „König“ oder „Krieger“, Ängste/Hindernisse wie „Selbstverleugnung“, „Selbstzerstörung“, „Märtyrertum“ und „Gier“ oder Modi wie „Zurückhaltung“, „Leidenschaft“ und „Aggressivität“ vorab sicher ausschließen können, weil sie einfach überhaupt gar nicht zu Ihnen passen, dann sollten diese Merkmale auch nicht im Chart erscheinen. Tatsächlich war in „Michael-Charts“, die einzelne unserer Community-Mitglieder bestellt haben, kein oder fast kein völlig unpassendes Merkmal ausgewiesen worden, obschon die Wahrscheinlichkeit dafür bei einem rein zufälligen Erraten doch eigentlich sehr hoch gewesen wäre.