Wie die kambrische Explosion das Zufallsproblem verschärft und warum ein Schmetterling eigentlich gar nicht existieren dürfte
Eine klare Antwort darauf weiß die Evolutionstheorie auch nicht. Es gibt nur Vermutungen. Eine davon lautet, dass sich die Lebensbedingungen auf der Erde zu dieser Zeit schlagartig verbesserten, weil geologische Vorgänge mehr Sauerstoff freisetzten (Tatzel et al. 2017). Die These vom „biologischen Wettrüsten“ mutmaßt indessen, dass die kambrische Explosion ein sich selbst verstärkender Prozess gewesen sein könnte, zurückzuführen auf das Auftreten der ersten komplexeren Vielzeller. Sollten darunter zum Beispiel schnelle, räuberische Tierformen gewesen sein, entstand ein hoher Druck auf andere Lebewesen, sich zu Verteidigungszwecken schnellstmöglich anzupassen. So könnten in einem recht kurzen Zeitraum Schalen und Skelette ausgebildet worden sein (Linnemann et al. 2019).
1:58 Minuten, deutsch
Dieses kurze Erklärvideo liefert einen leicht verständlichen Einstieg in die Hypothese der Panspermie.
05:13 Minuten, englisch
Diese kurze Video illustriert den komlexen Aufbau des "Geißelmotors", mit dem sich einige Bakterien fortbewegen. Hier wird deutlich, dass es sich dabei um ausgeklügelte "Nanotechnologie" auf biologischer Ebene handelt.
Prof. Michael Behe im Jahr 2008
Bidquelle: Wikimedia (Bryan Matluk)
Er trat 1996 mit der Veröffentlichung seines Buches „Darwins Black Box“ eine öffentliche Debatte zwischen Evolutionstheoretikern und „Intelligent Design“-Anhängern los, die vor allem in den USA bis heute nachhallt.
„Intelligent Design“ bezeichnet die Hypothese, dass die Entstehung des Lebens nur durch einen intelligenten Urheber (Designer) möglich gewesen sein könne. Dabei muss diese „Intelligent Design“-Hypothese gar nicht religiös motiviert sein. Sie kann auch – so wie hier – als mögliche Schlussfolgerung aus einer rationalen Kritik resultieren, die sich allein auf wissenschaftliche Problemstellungen bezieht. Die große Frage lautet dann natürlich immer, wer oder was denn dieser Urheber sein soll. Will man hier eine Intelligenz annehmen, die aus einem metaphysischen Realitätsbereich heraus agiert, entzieht sich die Beantwortung dieser Frage leider jeder naturwissenschaftlichen Beweisführung, weil die Naturwissenschaft ihrer Methodik nach ja nur materielle Gegenstände und Prozesse erforscht.
Als Raupe stehen nur Blätter in der Umgebung als Nahrungsquelle zur Verfügung. Als Schmetterling erschließen sich hingegen mehr und neue Möglichkeiten. Das würde erklären, warum die Selektion die Verwandlung zum Schmetterling bevorzugt hat. Es erklärt aber noch nicht, wie die Raupe den Umbau konkret in Gang gesetzt und ausgeführt hat.
Müsste die Raupe dazu nicht zunächst einmal auf die Idee kommen, einen Kokon zu bauen, um anschließend als fliegendes Tier wieder herauszuschlüpfen? Setzte das nicht ein hohes Maß an vorausschauender Planung voraus? Ja, natürlich täte es das! Und deshalb kann es laut Evolutionstheorie auch nicht so gewesen sein. Denn erstens kann die Raupe nicht bewusst planen, zweitens erfolgen anatomische Veränderungen durch zufällige Mutationen. Die Raupe muss laut Evolutionstheorie im Zuge allmählicher, kleinschrittiger und vor allem eben auch rein zufälliger Mutationen die Metamorphose zum Schmetterling bewerkstelligt haben.