Wie die Erinnerungen des kleinen James Leininger an ein Vorleben als US-Soldat historisch überprüft werden konnten
Er behauptete, als US-Soldat auf einem Flugzeugträger namens „Natoma“ gedient zu haben. Er habe ein Kampfflugzeug des Typs „Corsair“ geflogen und sei bei einem Luftkampf mit japanischen Piloten abgeschossen worden. Daraufhin sei er mit seiner brennenden Maschine ins Meer gestürzt. James berichtete auch von einem damaligen Kameraden namens „Jack Larson“. Und er erzählte, wie er selbst geheißen habe: „James“ – also genau so, wie in seinem jetzigen Leben. Hierzu gab es noch eine weitere Merkwürdigkeit: Sobald der kleine James Leininger seinen Namen schreiben konnte, pflegte er seine Kinderzeichnungen mit „James 3“ zu unterschreiben. Wie das zu verstehen war, konnten die Eltern zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen.
USS Natoma Bay 1944
Bildquelle: Naval History and Heritage https://www.history.navy.mil/
Als James mit seinem Vater Bruce dort eintraf, erkannte und benannte der kleine James sofort einen der Veteranen als „Bob Greenwald“, obschon dieser sich nicht vorgestellt hatte und auch Vater Bruce dessen Namen nicht erwähnt hatte. Auf die Frage, woher James den Namen des Mannes kenne, antwortete er, er habe seine Stimme wiedererkannt.
Auch mit der noch überlebenden Schwester aus James Vorleben, Anne Houston Barron, wurde ein Gespräch arrangiert. Darin nannte der kleine James Leininger viele Details, wie zum Beispiel, dass er seine Schwester stets „Annie“ genannt habe, dass sie eine gemeinsame, ältere Schwester namens Ruth hatten, dass ihr Vater Alkoholiker gewesen sei und dass ihre Mutter jedem der Kinder Portraitbilder geschenkt habe, die vom gleichen Künstler stammten. Anne bestätigte all diese Angaben und gewann im Laufe des Gesprächs die Überzeugung, dass der kleine James Leininger tatsächlich ihr wiedergeborener Bruder sein müsse. So überließ sie ihm sämtliche persönlichen Gegenstände, die sie noch von ihrem Bruder aufbewahrt hatte.
32:10 Minuten, englisch
Der interessante Fall des damals dreijährigen James Leininger, der sich an ein früheres Leben als Pilot im zweiten Weltkrieg erinnert, wurde in mehreren TV-Sendungen dokumentiert. Der Junge erinnerte sich, dass er von den Japanern im Pazifik abgeschossen wurde und dabei starb. Dabei nannte er viele Details zu seinem Flugzeug, dem Flugzeugträger auf dem er stationiert war und sogar Namen anderer Piloten, mit denen er geflogen ist.
Dieses Video ist ein Zusammenschnitt von einer Reportage des Senders NBC, eines Vortrages von Prof. Jim Tucker und einem späteren Interview mit James Leininger und seiner Familie beim TV-Sender FOX. In diesem späteren Interview ist James bereits ein Jugendlicher.
In den Quellenangaben unter ist außerdem noch eine interessante Netflix-Doku zum Fall James Leininger verlinkt (siehe "Weiterführende Informationen und Buchtipps")
Fast beiläufig erwähnte er nämlich eines Tages, dass er sich seine Eltern bewusst ausgesucht habe. Als er noch im „Himmel“ war, habe er die beiden in einem großen pinken Hotel beobachtet und das Gefühl gehabt, dass sie gute Eltern für ihn sein würden. Tatsächlich verbrachten Bruce und Andrea Leininger nur fünf Wochen, bevor Andrea mit James schwanger wurde, einen Urlaub im Royal Hawaiian Hotel in Honolulu.
Das "Royal Hawaiian" Hotel in Honolulu
Bildquelle: Wikimedia Commons (CC, Author: Frank Schulenburg)