Themenbereich
Bewusstseinsforschung

Geheimdienstliche Forschung zur Fernwahrnehmung (2/5)
Die Akteure: Wissenschaftler und Viewer


Wie Geheimdienste und Militär mit Wissenschaftlern vom Stanford Research Institute kooperierten


Inhaltsübersicht:

  1. Die Wissenschaftler: Russel Targ, Harold Puthoff und Edwin May
  2. Die „Viewer“: Vorreiter Swann und Viewer „001“ McMoneagle
  3. Weiterführende Informationen und Buchtipps

1) Die Wissenschaftler: Russel Targ, Harold Puthoff und Edwin May

Die wichtigsten intellektuellen Köpfe hinter dem Stargate-Projekt waren Russel Targ, Harold Puthoff und Edwin May.

Russel Targ ist Physiker und forschte an Lasertechnologie, bevor er 1972 zusammen mit Harold Puthoff ein erstes Forschungsprojekt zum Remote Viewing am Stanford Research Institute (siehe Foto) startete. Später fasste er seine Erfahrungen aus über zwei Jahrzehnten parapsychologischer Forschung in seinem Buch „The Reality of ESP“ zusammen, das inzwischen auch in einer deutschen Übersetzung erhältlich ist (siehe Quellenangaben unten).

Harold Puthoff ist promovierter Elektroingenieur. Auch er forschte an Lasertechnologie, bevor er sich mit Russel Targ der Untersuchung außersinnlicher Wahrnehmung zuwandte. Dazu rekrutierten und untersuchten die beiden zunächst Personen, denen der Ruf vorauseilte, medial begabt zu sein.

Unter ihren „Kandidaten“ befand sich unter anderem der zu diesem Zeitpunkt noch wenig bekannte und bis heute umstrittene Uri Geller. Für das Projekt „Stargate“ sollten später jedoch andere Viewer bedeutsamer sein, zum Beispiel Ingo Swan oder Joe McMoneagle. Sie alle wurden auf ihre übersinnlichen Fähigkeiten hin getestet und in mehreren hundert Experimenten zur Fernwahrnehmung eingesetzt.

Edwin May ist Physiker und promivierte in den 1960er Jahren auf dem Gebiet der experimentellen Atomphysik. Nachdem er später ein Interesse für parapsychologische Phänomene entwickelte, stieß er 1975 zum SRI hinzu. Im Stargate-Projekt fungierte er als leitender Projektmanager.

VIDEO: Russel Targ - Forschungsprojekte zu Remote Viewing

34:08 Minuten, deutsche Übersetzung

00:05 Einleitende Worte von Suzanne Taylor
00:45 PSI-Forschung an der Stanford Universität finanziert von der CIA
03:30 Nicht-lokale Wahrnehmung & nicht-lokale Raumzeit, Physiker als Parapychologen
05:45 Russell als Pionier der Laserphysik, Beweisführung in der Physik
08:10 Polizist Pat Price als begabter Remote Viewer, erstaunliche Erlebnisse mit Price
11:15 Übersinnliches Versteckspiel als Versuchsgrundlage, Zeit bei Remote Viewing
14:00 Auftragsarbeit für den CIA, Russell's Selbstversuch als Remote Viewer
18:40 Ausbildung von Militäroffizieren als Remote Viewer, erfolgreiche Zusammenarbeit
21:30 Fotografin Hella Hammett - RV-Versuche mit einer Normalbürgerin zum Vergleich
26:05 Auswertung von Experimenten, Effektgröße, wissenschaftliche "Beweise" durch Statistik
28:40 Remote Viewing ist einfach zu lernen, 120.000$ durch Remote Viewing des Silberpreises
30:40 Umgang mit den vorgestellten Informationen - ist Remote Viewing real oder gibt es nur Glücktreffer?
31:45 Sinnvolle Anwendungen von Remote Viewing, Was bedeutet RV für unsere Weltsicht?
33:45 Ende des Vortrag

2) Die „Viewer“: Vorreiter Swann und Viewer „001“ McMoneagle

Ingo Swann, ein Künstler aus New York, gehörte zu den ersten Viewern, mit denen Russel Targ und Harold Putoff zusammenarbeiteten. Sie führten bereits erste Experimente durch, noch bevor das Projekt „Stargate“ Ende der 1970er Jahre überhaupt offiziell startete. 

Besonders interessant ist ein Experiment vom 27. April 1973. In dieser Sitzung – damals noch ohne akribisch ausgearbeitetes Protokoll – beschrieb Ingo Swann per Fernwahrnehmung den Planeten Jupiter. Dabei beschrieb er eine Art Ring am äußersten Rand der Atmosphäre:

„Sehr hoch in der Atmosphäre gibt es Kristalle … sie glitzern. Vielleicht sind die Streifen wie Bänder aus Kristallen, vielleicht wie die Ringe des Saturns, wenn auch nicht so weit draußen. Ganz nah in der Atmosphäre. Ich wette, sie reflektieren Radiosonden. Wäre das möglich, wenn man eine Wolke von Kristallen hätte, die von verschiedenen Radiowellen angegriffen werden?“ (Swann, Ingo, zitiert nach: Targ Russel: PSI. Die Welt ist anders als sie zu sein scheint, Amerang 2020, S. 56)

Ingo Swann zeichnete auf seinem Blatt dann auch einen Ring um den Planeten herum. Das Besondere daran ist: 1973 wusste noch niemand, dass der Jupiter tatsächlich ein schmales Ringsystem besitzt. Erst als 1979 die Voyager-Sonde der NASA den größten Planeten unseres Sonnensystems erreichte, wurden die Ringe erstmals erkannt. Die Tatsache, dass ein Viewer das Ringsystem entdeckte, noch bevor dessen Existenz der Wissenschaft bekannt war, deuten Befürworter des Remote Viewing als Beweis dafür, dass außersinnliche Wahrnehmung nicht nur funktioniert, sondern auch zu Forschungszwecken sinnvoll eingesetzt werden kann.

Der wahrscheinlich bekannteste Viewer des Stargate-Projekts war Joseph (Joe) McMoneagle. Er war Viewer „001“ – der erste offiziell eingetragene Viewer des Stargate-Projekts. Joe McMoneagle war Offizier der US-Army. Durch eine Nahtoderfahrung im Jahr 1970 wurde sein Interesse für paranormale Phänomene geweckt und nach eigenen Angaben entwickelte sich infolge seines Nahtoderlebnisses auch seine übersinnliche Fähigkeit zur Fernwahrnehmung. Während der Experimente des Stargate-Projekts soll er erfolgreich etliche militärische Ziele ausgespäht haben, darunter auch eine geheime Anlage zum Bau eines sowjetischen Atom-U-Bootes.

AUDIO: Interview mit Joe McMoneagle

67 Minuten, englisch, mp3-Download

http://media.blubrry.com/skeptiko/s/content.blubrry.com/skeptiko/skeptiko-166-joe-mcmoneagle.mp3
 
0:03:00 Start des Interviews, Vorstellung von Joe und seinem Leben
0:08:15 Joe's Nahtod-/Außerkörperliche Erfahrung im Jahr 1970
0:19:25 Schwierigkeiten im Militär mit dieser Erfahrung umzugehen
0:24:35 Realisieren dass man hellsichtig ist, Hellsichtigkeit und Realitätswahrnehmung
0:29:15 Wie die U.S. Regierung begann Remote Viewing zu erforschen
0:33:05 Zusammentreffen mit den Leuten bei SRI und Umgang mit der Nahtoderfahrung
0:36:00 Paranormale Spione in Russland und Joe's Zusammentreffen mit ihnen
0:40:30 Erfahrungen am Monroe Institut und außerkörperliche Erfahrungen
0:44:35 Sich im außerkörperlichen Zustand Informationen beschaffen
0:48:40 Verstehen der illusionären Natur der Realität und damit Umgehen lernen
0:58:50 Wie man mit Remote Viewing anfängt, Joe's zukünftige Projekte
1:02:20 Archäologisches Remote Viewing
1:04:30 Ende des Interviews

3) Weiterführende Informationen und Buchtipps