Wenn bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomographie (MRT) zeigen, welche Gehirnareale bei bestimmten Sinneswahrnehmungen, Körperfunktionen oder Emotionen aktiv sind, muss das nicht zwingend bedeuten, dass sämtliche Wahrnehmungen und Emotionen auch ursächlich im Gehirn entstehen. Theoretisch könnten unsere Hirnaktivitäten genausogut auch die Wirkungen von Bewusstseinszuständen zeigen. Demnach könnte das Gehirn Transmitter (Überträger) und Schnittstelle für ein Bewusstsein sein, das sich gar nicht im Gehirn befindet und erst recht nicht dort erzeugt wird, sondern das aus einer nichtphysischen Ebene heraus mit dem Körper in Verbindung steht. Im nun folgenden Artikel wird dieses Alternativmodell vom Gehirn als "Korrelat" von Bewusstsein anhand zahlreicher Beispiele verständlich vorgestellt.
Es speist Informationen in den Computer ein, die dort verarbeitet werden und unter Umständen zu einer äußerlich sichtbaren Rückmeldung auf dem Monitor führen. Was bei der Tastatur der Eingabe von Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen entspricht, bedeutet beim Gehirn die Übermittlung sämtlicher Wahrnehmungen wie etwa Sinneseindrücke oder Schmerzempfinden.
Die Verarbeitung aller Informationen, die durch die Tastatur eingegeben werden und die Entscheidung darüber, was an den Monitor ausgegeben wird, erfolgt ausschließlich im Computer, nicht in der Tastatur oder im Monitor. Der Computer ist die Schaltzentrale, in der alle Fäden zusammenlaufen und alle Informationen gespeichert werden. In gleicher Weise finden alle Emotionen und Gedanken sowie die Wertung und Verarbeitung derselben nach dem hier vorgeschlagenen Modell nicht im Gehirn (Monitor und Tastatur), sondern im Bewusstsein (Computer) statt. Im Bewusstsein werden Eindrücke, Gedanken und erlebte Gefühle auch zurückerinnert, so wie Daten auf einer Festplatte im Computer abgespeichert werden und nicht etwa in der Tastatur oder im Monitor. Das Gedächtnis befindet sich demnach nicht im Gehirn und kann dort von Hirnforschern auch nicht gefunden werden. Das Gehirn spiegelt nach dem hier geschilderten Modell nur Erinnerungen wider, die aus dem Bewusstsein stammen, so wie ein Monitor Fotos, Videos und Textdateien anzeigt, die auf der Festplatte des Computers liegen.
Wenn das Gehirn Quelle und Träger von Bewusstsein wäre, würde das Bewusstsein aufhören zu existieren, sobald der Träger zerstört ist. Das ist so ähnlich, als würde man einen USB-Stick mit einem Hammer zertrümmern und die Einzelteile anschließend verbrennen. All die Informationen, die sich auf diesem Datenträger befanden, sind dann für immer verloren. Anders wäre es, wenn die Daten auf dem Stick nur eine Spiegelung von Daten waren, die ursprünglich aus einer Cloud stammten, für die aber niemand den Zugriffscode kennt. Wird der Stick zerstört, sind die Daten immer noch da. Sie sind allerdings nicht mehr zugänglich, weshalb der Eindruck entstehen könnte, sie seien weg. Tatsächlich sind sie aber noch vorhanden, jedoch in einem nicht zugänglichem Bereich. Sie ahnen schon, worauf wir hinauswollen: Sollte das hier präsentierte Modell des Bewusstseins als vom Gehirn unabhängige Entität zutreffen und das Gehirn nicht dessen Träger, sondern nur sein Überträger sein, dann wäre unser Weiterleben nach dem Tod nicht nur denkbar, sondern eine logische Konsequenz. Die Cloud wäre dann eine passende Metapher für das, was religiöse Menschen gemeinhin als „Jenseits“ bezeichnen.
Sollten wir mit der Cloud und dem USB-Stick unnötige Verwirrung gestiftet haben, können wir das Ganze auch wieder auf unser Beispiel von Monitor, Tastatur und Computer begrenzen: Sollten Monitor und Tastatur kaputtgehen, was in unserem Modell einer Zerstörung des physischen Gehirns gleichkäme, überlebte der Desktopcomputer beziehungsweise unser Bewusstsein diesen Vorgang völlig unbeschadet. Wegen des schwarzen Bildschirms mag es so scheinen, als sei jegliche Aktivität des Computers erloschen, so wie ein lebloser Körper den Anschein erweckt, als sei das Bewusstsein des Verstorbenen nicht mehr existent. Dem ist aber nach dem hier diskutierten Modell nicht so. Im Hintergrund existiert das Bewusstsein weiter, so wie der Desktopcomputer auch ohne Monitor und Tastatur technisch einwandfrei funktioniert. Alle Daten sind noch vorhanden, der Prozessor läuft tadellos. Es gehen halt bloß von der kaputten Tastatur keine Informationen mehr ein und wegen des funktionsunfähigen Monitors ist nach außen hin nichts mehr sichtbar. Mit anderen Worten: Das Gehirn sendet keine Körperwahrnehmungen mehr, die das Bewusstsein verarbeiten könnte, und es empfängt nichts mehr, was es über die Körperaktivität ausdrücken könnte.
Vielleicht könnte er über eine solche Funkverbindung auch weiterhin nach außen kommunizieren – ganz ohne Bildschirm und an andere Empfänger, die in der Lage wären, sein Funksignal zu empfangen. Die „Funkverbindung“ steht an dieser Stelle symbolisch für eine nichtphysische Informationsübertragung. Dabei sind wir uns dessen bewusst, dass Funkverbindungen eigentlich physischer Übertragungsgeräte bedürfen (so wie jede Cloud eines physischen Datenträgers bedarf). Weil es in unserer physischen Lebensumwelt aber keinerlei Entsprechung für irgendetwas gänzlich Nichtphysisches gibt, müssen wir leider bei holprigen Metaphern wie diesen bleiben. Bitte sehen Sie uns das nach und stellen Sie sich einfach vor, dass es sich hier um eine Funkverbindung handelt, deren Infrastruktur nichtphysisch ist. Dasselbe gilt für den Desktopcomputer, der ja ein nichtphysisches Bewusstsein repräsentiert. Dann passt die Analogie zu der Annahme, dass unser Bewusstsein nach dem physischen Tod dazu in der Lage ist, in nichtphysischen Welten mit anderen nichtphysischen Entitäten zu kommunizieren.