Lernen Sie hier weitere Studien kennen, in denen Medialität wissenschaftlich untersucht wurde.
Er trieb die Entwicklung der Funktelegrafie voran und konstruierte Zündkerzen, Vakuumröhren und Lautsprecher. Noch vor Heinrich Hertz entdeckte er die elektromagnetische Strahlung.
Von 1900 bis 1920 leitete Oliver Joseph Lodge die Universität von Birmingham und von 1901 bis 1903 sowie 1932 war er Präsident der Society for Psychical Research, einer Vereinigung zur Erforschung parapsychologischer Phänomene. Diese Vereinigung wurde 1882 in London gegründet und war die erste ihrer Art. Als Parapsychologe nahm Lodge an, dass unser Bewusstsein den physischen Tod überlebt. Seine diesbezügliche Haltung begründete er ausführlich in seiner Veröffentlichung "The Survival Of Man. A Study in Unrecognised Human Faculty" aus dem Jahr 1909 (diese Schrift ist als PDF unter diesem Link abrufbar: https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.222828/page/n7/mode/2up).
Nachdem wenige Jahre später sein Sohn Raymond im ersten Weltkrieg starb, suchte er ein Medium auf, um mit seinem Sohn in Kontakt zu treten - was nach eigenen Angaben auch gelang. Dieses Ereignis bewog Lodge dazu, systematisch an der Möglichkeit von Jenseitskontakten zu forschen und deren Realität zu belegen. Seine Bemühungen mündeten in seinen Bestseller aus dem Jahr 1916 "Raymond, or, Life and death", der heute noch als Reprint erhältlich ist - siehe hierzu die Quellenangaben am Seitenende (Weiterführende Informationen und Buchtipps).
Mit der „Zielperson“ ist hier jeweils der verstorbene Angehörige eines befragten Hinterbliebenen gemeint. Die „Kontrollperson“ bezeichnet jeweils den fremden Verstorbenen aus der „Zweiergruppe“.
Beurteilung der Zielperson Beurteilung der Kontrollperson. Quelle: Eigene Grafik auf Basis der Daten von Schwartz & Beischel
Allerdings könnte man vorab nicht sagen, bei welchem der beiden Verstorbenen aus einer Zweiergruppe dieser Wert dann auftauchen würde. Ob eventuelle Glückstreffer beim „richtigen“ Verstorbenen oder beim „fremden“ Verstorbenen erfolgen, wäre ja, wenn die Medien ohnehin nur raten, reiner Zufall. Sollten Jenseitskontakte hingegen echt sein und funktionieren, sollte man erwarten, dass die acht Hinterbliebenen aus den ihnen vorliegenden Beschreibungen stets diejenigen deutlich höher bewerten, die für ihre verstorbenen Angehörigen erstellt wurden. Man sollte dann auch erwarten dürfen, dass zumindest einige besonders treffende Beschreibungen dabei sind, die mit einer Vier, einer Fünf oder sogar höher bewertet werden.
Tatsächlich zeigte sich das Bild, das Sie der Tabelle entnehmen können. In keinem einzigen Fall bewerteten die Hinterbliebenen die Beschreibung der Kontrollperson höher als die der Zielperson. Das spricht klar gegen Zufall. Bei den ersten drei Medien bewerteten die Hinterbliebenen die Beschreibung der Zielperson sogar fast mit dem Maximalwert. Das deutet darauf hin, dass hier tatsächlich ein funktionierender Jenseitskontakt stattgefunden haben muss. Denn für bloße Zufallstreffer, also richtiges Erraten, sind diese Resultate viel zu unwahrscheinlich. Eigentlich dürfte man, sofern die Medien einfach nur raten würden, in keinem einzigen Fall Werte von 5.0 oder höher erwarten. Die Chance, dass ein Medium rein zufällig eine umfassende und spezifische Personenbeschreibung liefert, die fast durchgehend stimmig ist, liegt nahe Null. Tatsächlich tauchen Werte von 5.0 oder höher aber gleich drei (!) Mal auf. Vor allem aber tauchen sie ausnahmslos bei den Zielpersonen (!) und nicht bei den Kontrollpersonen auf. Wäre der Zufall am Werk, hätten sich die Glückstreffer mit derselben statistischen Wahrscheinlichkeit auch bei den Kontrollpersonen zeigen müssen. Dort finden wir jedoch ausnahmslos schlechte Beurteilungen.
An dieser zweiten Studie nahmen 40 Hinterbliebene teil. Es wurden neun verschiedene Medien beauftragt, für jeweils mehrere dieser Hinterbliebenen Jenseitskontakte durchzuführen. Die Hinterbliebenen waren dabei nicht anwesend und standen zu keinem Zeitpunkt in direktem Kontakt zu den Medien. Sie stellten den Experimentatoren lediglich ein Foto „ihres“ Verstorbenen zur Verfügung, das diese dann an die Medien weitergaben. Das Foto war die einzige Information, auf die sich die Medien stützen konnten.
Im Anschluss an die medialen Kontaktversuche wurden den Hinterbliebenen jeweils sechs Beschreibungen von Verstorbenen zugeschickt. Darunter befand sich natürlich die Beschreibung „ihres“ Verstorbenen sowie fünf weitere, zufällig ausgewählte Beschreibungen aus den anderen Jenseitskontakten. Die Hinterbliebenen sollten nun die Beschreibungen in eine Reihenfolge bringen: Diejenige Beschreibung, die am ehesten auf „ihren“ Verstorbenen zutrifft, sollten sie auf den ersten Platz setzen, die zweitbeste auf den zweiten Platz und so weiter. Von den 40 Hinterbliebenen haben zwei ihre Antworten nie eingereicht, sodass Emily Williams Kelly nur 38 Ranglisten auswerten konnte.