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Rätselhafte Anomalien

Das Phänomen "Sehen ohne Augen" (4/4)
Überprüfung von "Sehen ohne Augen" im Selbstexperiment


Tipps und Hintergrundinformationen zur Teilnahme an "Sehen ohne Augen"-Kursen


1) Kursanbieter und Ablauf von "Sehen ohen Augen"-Kursen

Zum „Sehen ohne Augen“ bieten verschiedene Anbieter Kurse an. Um nicht den Verdacht auf uns zu ziehen, für bestimmte Anbieter werben zu wollen, möchten wir an dieser Stelle keine Empfehlungen aussprechen. Es gilt das Gleiche wie für die Auswahl eines guten Mediums: Informieren Sie sich vorab gründlich, welchem Anbieter man vertrauen kann. Sofern Sie keine persönlichen Empfehlungen von Menschen aus Ihrem Umfeld erhalten, die selbst an solchen Kursen teilgenommen haben, suchen Sie nach Rezensionen und Erfahrungsberichten von Menschen, die Sie als glaubwürdig erachten.

Kurse zum Erlernen des „Sehens ohne Augen“ werden für Erwachsene und für Kinder angeboten. Die Kurse für Erwachsene erstrecken sich in der Regel über eine Woche, während die Kurse für Kinder meistens nur ein Wochenende oder sogar nur einen Tag beanspruchen und entsprechend günstiger sind. Denn Kinder lernen das „Sehen ohne Augen“ scheinbar viel schneller als Erwachsene. Die Organisatoren solcher Kurse vermuten, dass dies an den geringeren intellektuellen Zweifeln der Kinder liegt. Kinder seien leichtgläubiger, offener und weniger skeptisch. Das beschleunige den Lernprozess. Erwachsene hingegen verfügten oftmals über eine festgefahrene Weltsicht und über eine lange Lebenserfahrung, die ihnen sagt, dass man ohne seine Augen nicht sehen kann. Dieser Zweifel verhindere ein schnelles Erlernen des „Sehens ohne Augen“.

Hier liegt offensichtlich eine Parallele zur Telekinese vor: Eine negative Erwartungshaltung schmälert die Erfolgsaussichten. Der Glaube an das Phänomen erleichtert das Gelingen. Das bestätigen neben den Veranstaltern auch verschiedene Kursteilnehmer – so zum Beispiel der physisch blinde Harald Frase, der sich auf der vorigen Artikelseite in Frank Elaridis Reportage über einen deutschen "Sehen ohne Augen-Kurs" ab Minute 14:25 hierzu äußert. In jener Reportage erhalten Sie außerdem einige Eindrücke davon, wie ein solcher Kurs konkret abläuft. Unter anderem stehen dabei auch Übungen zur Stärkung von Empathie und Selbstsicherheit auf dem Programm. Teilnehmer berichten davon, wie sie sich auf Anweisung der Kursleiter gegenseitig Komplimente machen sollen, um sich gemeinsam in eine positive Grundstimmung zu bringen. Denn emotionale Unsicherheit und negative Gefühle scheinen das „Sehen ohne Augen“ ebenso zu erschweren wie intellektuelle Skepsis.
 
Sollten Sie an einem „Sehen ohne Augen“-Kurs teilnehmen wollen, wäre es insofen ratsam, vorab immer mal wieder Dokumentationen wie diese anzuschauen, in denen die Teilnehmer ihre Erfolge demonstrieren. Solche Positivbeispiele könnten Sie in Ihrer optimistischen Erwartungshaltung bestärken und bestenfalls Ihre Zweifel reduzieren.

2) Die Kosten einer Kursteilnahme

Leider sind „Sehen ohne Augen“-Kurse recht teuer. Die Kosten für ein fünftägiges Erwachsenen-Seminar belaufen sich zurzeit auf knapp über 1000 Euro (Stand: 2026). Diese Kosten sind vor allem der langen Dauer geschuldet, die es braucht, um das „Sehen ohne Augen“ zu erlernen. Während ein Jenseitskontakt bei einem Medium nur eine Stunde dauert und deshalb nicht mehr als 100 bis 300 Euro kostet, verbringen die Trainerinnen und Trainer beim „Sehen ohne Augen“ fünf Tage mit Ihnen. Das relativiert natürlich die hohen Kosten. Eine „Geld-zurück-Garantie“ wie bei manchen Medien gibt es unseres Wissens bei Erwachsenen-Kursen nicht. Je nach Anbieter besteht jedoch die Möglichkeit, gratis an den Wochenenden eines weiteren Seminars teilnehmen zu dürfen, sofern man die Fähigkeit noch nicht im ersten Anlauf erlernen konnte.

Kinder-Seminare sind deutlich günstiger, weil sie weniger lange dauern, nämlich entweder ein Wochenende oder sogar nur einen Tag. Hier zahlen Sie je nach Anbieter um die 350 Euro (Stand: 2026). 

Für Geschwisterkinder werden oft Rabatte angeboten. Anders als bei Erwachsenen-Kursen wird die Zahlung bei Kinderseminaren in der Regel erst dann fällig, wenn das Kind das „Sehen ohne Augen“ tatsächlich erlernt hat. Das kommt de facto einer Geld-zurück-Garantie gleich und zeigt, wie sicher sich die Organisatoren in Bezug auf die Erfolgschancen der Kinder sind. Aus unserem Matrixwissen-Team haben bereits mehrere Eltern ihre Kinder an solchen Seminaren teilnehmen lassen - alle mit Erfolg.

Sollten Sie Kinder haben, die sich für ein solches Seminar interessieren, böte sich deren Teilnahme als kostengünstige Alternative an, sich von der Realität des Phänomens zu überzeugen. Falls das für Sie infrage käme, informieren Sie sich vorab gründlich über die Teilnahmebedingungen. Vergewissern Sie sich insbesondere bezüglich der Garantie, nur im Erfolgsfall zahlen zu müssen. Dann gehen Sie keinerlei finanzielles Risiko ein.

Anders sieht es wie gesagt aus, wenn Sie als Erwachsener einen Kurs buchen. Hier gibt es nicht nur keine Geld-zurück-Garantie. Es gibt auch keine Garantie, dass Sie das „Sehen ohne Augen“ am Ende erfolgreich erlernen. Die Erfolgsquote soll laut Kursveranstaltern bei etwa 90 Prozent liegen. Damit bliebe statistisch gesehen ein zehnprozentiges Restrisiko, die Kursgebühr zu vergeuden. Trotzdem könnte sich Ihre Investition selbst ohne einen eigenen Erfolg lohnen.

3) Erfolgreiche Verifizierung trotz eigenem Misserfolg?

Zu den wenigen Teilnehmern, denen es am Ende eines einwöchigen Seminars nicht gelungen war, ohne ihre Augen zu sehen, gehörte auch der Elektroingenieur Oliver Weis, der Initiator dieser Online-Mediathek, der das Phänomen zuvor in vielen Videos dokumentiert hatte (siehe unsere Artikelseite "Eigene Dokumentation von Matrixwissen"). Er konnte zwar durch seine Maske Farben erkennen, jedoch nicht wie viele andere Teilnehmer klare Konturen, Formen, Personen und Worte identifizieren. 

Er selbst mutmaßte, dass er womöglich zu kopflastig an die Sache herangegangen sei, weil er ständig gezweifelt hatte, ob die Maske vielleicht doch nicht ganz lichtdicht sei und man vielleicht doch irgendwie an ihr vorbeischauen könne. Trotz seines „Misserfolges“ war die Teilnahme für ihn eine weitere bereichernde Bestätigung des Phänomens. Denn nun konnte er aus erster Hand und aus nächster Nähe beobachten, wie die anderen Kursteilnehmer täglich Fortschritte machten. Dabei konnte er sich stets persönlich vergewissern, dass alles mit rechten Dingen zuging und seine Nebenleute nicht schummelten.

Sie sehen also: Selbst für den Fall, dass Ihnen das „Sehen ohne Augen“ nicht wie gewünscht gelingen sollte, könnten Sie zumindest als Zeuge eine Bestätigung des Phänomens erfahren. Insofern bietet die Teilnahme an einem solchen Kurs eine sehr zuverlässige Methode, sich von der Echtheit übersinnlicher Wahrnehmung zu überzeugen. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei einer durchschnittlichen Erfolgsquote von 90 Prozent alle Kursteilnehmer gleichzeitig scheitern, ist vernachlässigbar gering – es sei denn, alle Teilnehmer sind skeptische Leser dieses Artikels, die sich allein zur Befriedigung ihrer intellektuellen Neugier eingeschrieben haben und denen es entsprechend schwerfällt, ihren zweifelnden Verstand hintanzustellen. Dann könnte der Kurs in einem Fiasko enden. Wollen wir also in Ihrem Sinne hoffen, dass dieser Artikel nur von wenigen Menschen gelesen wird und sich nur ganz wenige unserer Leser für einen „Sehen ohne Augen“-Kurs anmelden.

Für all diejenigen, die (noch) nicht die Motivation verspüren, an einem einwöchigen Kurs teilzunehmen, aber dennoch mit dem Phänomen auf eine erste Tuchfühlung gehen möchten, haben wir zum Schluss noch einen kleinen Tipp auf Lager: Einige Kursveranstalter bieten gelegentlich Live-Präsentationen beziehungsweise „Erlebnis-Abende“ an, bei denen sie das „Sehen ohne Augen“ vor Publikum demonstrieren. Informieren Sie sich hierzu auf den Websites der entsprechenden Anbieter. Die Präsentationen können online stattfinden oder – was natürlich authentischer wäre – als physische Präsenzveranstaltung. Die Teilnahme ist in der Regel kostenlos. Natürlich werden Sie hier nicht im gleichen Maße die Möglichkeit haben, hinter die Kulissen zu schauen und sich von der Echtheit des Phänomens zu überzeugen, wie wenn Sie einem einwöchigen Kurs beiwohnen. Vor allem die Online-Variante würde Ihre eventuelle Skepsis vermutlich kaum überwinden. Um erstmals mit dem Phänomen und mit Menschen in Kontakt zu kommen, die behaupten, diese Fähigkeit zu beherrschen, wäre dies aber eine sehr niederschwellige und zwanglose Gelegenheit, die vielleicht Lust auf mehr macht.

4) Weiterführende Informationen