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Rätselhafte Anomalien

Das UFO-Phänomen (5/5)
Der Roswell-Absturz - Legende oder Realität?


Laut offiziellem Narrativ handelt es sich bei den angeblichen UFO-Trümmern von Roswell nur um einen abgestürzten Spionage-Ballon des Militätprojekts "Mogul". Demgegenüber stehen die Zeugenaussagen etlicher damals direkt oder indirekt beteiligter Personen, die beteuern, es habe sich beim Roswell-Zwischenfall tatsächlich um einen UFO-Absturz gehandelt.


1) Die Absturzstellen

Der erste Aspekt, der bezüglich des Roswell-Zwischenfalls Beachtung verdient, liegt in der Tatsache, dass es mehr als nur eine Absturzstelle gab - sondern mindestens zwei.

Neben diesen zwei Absturzstellen gab es möglicherweise noch zwei weitere Absturzstellen, doch die hierzu verfügbaren Zeugenaussagen gelten als umstritten (dazu später mehr).
 
Vorab sei erwähnt, dass die Stadt Roswell damals einen US-Luftwaffenstützunkt beherbergte (Roswell Army Air Field "RAAF"). Er war seit 1945 Sitz der 509th Bombardment Group, welche die beiden Atombombenangriffe in Hiroshima und Nagasaki durchführte. In weniger als 400km Umkreis um Roswell befanden sich damals gleich mehrere Atomwaffentestgelände. Diese Hintergrundinformation ist vielleicht insofern interessant, als auch in den Jahren und Jahrzehnten nach Roswell eine Häufung von UFO-Zwischenfällen an Militärstützpunkten und Atomwwaffenanlagen feststellbar war (siehe hierzu unsere Artikelseite "Offizielle Statements hochrangiger Zeugen aus Militär und Luftfahrt").

Diese Karte zeigt drei der vier mutmaßlichen oder angeblichen Absturzstellen:

1. Die erste Absturzstelle (30-40 Meilen nördlich von Roswell)
2. Die zweite Absturzstelle (beim Brezel's Bauernhof) - 75 Meilen nordwestlich von Roswell
3. Die dritte Absturzstelle (bei Pine Lodge) - etwa 50 Meilen westlich von Roswell
4. Die vierte Absturzstelle (bei San Augustin) - etwa 200 Meilen westlich von Roswell

Die folgenden Absätze bieten jeweils eine kurze Zusammenfassung für jede der vier Absturzstellen sowie der jeweiligen Augenzeugen.



2) Die erste Absturzstelle und die jeweiligen Zeugen 


- Position der Absturzstelle: 30-40 Meilen nördlich von Roswell
- Direkte Zeugen: Walter G. Haut, Col. William Blanchard, (Cpt. Oliver "Pappy" Henderson ?), Robert Porter
- Indirekte Zeugen (haben Aussagen von direkten Zeugen erhalten): Dr. John G. Kromschroeder, Sappho Henderson, M.Groode, Robert Sherkey, Glenn Dennis, Pat Bush, George Jud Robert, Frank Joyce, Brig. Gen. Arthur E. Exon
- Beschreibung der Absturzstelle laut Zeugen: Trümmerfeld, beschädigtes UFO, mehrere tote Außerirdische
- UFO-Beschreibung durch die Zeugen: 4,5 Meter Durchmesser, 1,8 Meter hoch, keine Fenste


Walter G. Haut 

Walter G. Haut - 1922 geboren - war im Juli 1947 auf der Militärbasis in Roswell, New Mexiko, als Offizier für Öffentlichkeitsarbeit stationiert. In einer eidesstattlichen Erklärung aus dem Jahr 2002, die erst nach seinem Tod (im Dezember 2005) veröffentlicht werden durfte, machte er die folgenden Aussagen:

Am Montag den 7. Juli 1947 wurde der Roswell Militärbasis ein abgestürztes Flugobjekt gemeldet und Major Jesse Marcel erhielt den Auftrag, die Absturzstelle zu untersuchen. Am Nachmittag des selben Tages meldeten mehrere Zivilisten eine zweite Absturzstelle nördlich von Roswell. Während eines Meetings am 8. Juli 1947 berichtete Jesse Marcel über das von ihm untersuchte Trümmerfeld, etwa 75 Meilen nordwestlich von Roswell. Oberst William Blanchard berichtete über die zweite Absturzstelle 40 Meilen nördlich von Roswell. Einige Trümmerteile wurden herumgereicht und von allen Teilnehmern inspiziert. Sie glichen einer metallischen Folie, waren jedoch extrem stabil und auf ihnen befanden sich ungewöhnliche Symbole.

Um 9:30 diktierte Oberst Blanchard telefonisch eine Pressemitteilung an Walter Haut, die besagte "Wir haben eine fliegende Untertasse in unserem Besitz, sie stammt von einem Bauernhof nordwestlich von Roswell und die Trümmerteile wurden von Jesse Marcel zu einer anderen Militärbasis geflogen". Nachdem die Pressemitteilung veröffentlicht wurde, klingelte Walters Telefon ununterbrochen - es waren Anrufe aus der ganzen Welt. Als Oberst Blanchard von dem ganzen Pressewirbel mitbekam, sagte er Walter, er solle einfach für heute nach Hause gehen. Bevor Walter allerdings wirklich ging, nahm ihn nach eigener Aussage Oberst Blanchard mit zu Gebäude 84 - einer Halle für B-29 Flugzeuge. In dieser Halle sah Walter ein eiförmiges Objekt, das zwischen 3,5 und 4,5 Metern lang und etwa 1,8 Meter hoch war. Walter sah neben dem Objekt mehrere tote Außerirdische, die etwa die Größe eines 10 Jahre alten Kindes hatten.

Walter Haut wurde es ermöglicht, eine der Absturzstellen persönlich zu besuchen und einige Trümmerteile von dort mitzunehmen, die er in seinem Büro gelagert hat. Walter Haut ist nach eigener Aussage überzeugt, dass es sich bei dem Roswell Zwischenfall um den "Absturz eines Flugobjekts aus dem Weltall und seiner Besatzung" gehandelt hat.

- 1. Quelle: Interview vom 11. Juli 1990 (auf Youtube) (1:02:35-1:32:09)
- 2. Quelle: Kopien zweier eidesstattlicher Erklärungen: http://www.roswellproof.com/Haut.html

Colonel William Blanchard 

Colonel William Blanchard war der diensthabende Offizier der Roswell Militärbasis und hatte somit als Ranghöchster das Sagen. Er hat nie irgendwelche offiziellen Aussagen bezüglich des Roswell-Zwischenfalls gemacht. In 1965 war er Vier-Sterne-General und Gast eines Jahrestreffen-Abendessens. Während dieses Abendessens wurden ihm einige Fragen zu Roswell gestellt, allerdings weigerte sich Blanchard dazu genauere Aussagen zu machen. Alles, was er zu sagen hatte, war "das war das verdammteste Ding, was ich je gesehen habe". In einem späteren Gespräch mit Editor Art McQuiddy vom Roswell Morning Dispatch lautete seine einzige Äußerung zum Thema: "Was ich damals gesehen habe, hatte ich nie zuvor gesehen".
- Quelle: The Roswell Incident - BBC Dokumentarfilm aus dem Jahr 1994

Dr. John G. Kromschroeder 

Dr. John G. Kromschroeder arbeitete seit 1952 als Zahnarzt. Er traf einen Piloten, nämlich Cpt. Oliver "Pappy" Henderson im Jahr 1962 oder 1963 und zwischen beiden entwickelte sich eine Freundschaft. Im Jahr 1977 erzählte Oliver John davon, dass er der Pilot war, der die Trümmerteile und Körper von Außerirdischen von Roswell zur Wright-Field Luftwaffenbasis in Dayton, Ohio geflogen hat. Oliver beschrieb die Trümmerteile als "Raumschiff-Schrott" und dass "die Passagiere beim Absturz umgekommen sind". Ein Jahr später trafen sich die beiden erneut und Oliver hatte ein Metallteil mitgebracht, das er vom Roswell-Absturz heimlich behalten hatte.
- Quelle: Interview vom 11. Juli 1990 (auf Youtube) (46:10-1:13:05)

Sappho Henderson

In direktem Zusammenhang mit der Aussage von Dr. Kromschroeder steht auch die Aussage von Sappho Henderson, der Ehefrau von Oliver Henderson, sowie seiner Tochter Mary Groode. Beide haben eidesstattliche Erklärungen unterzeichnet, in denen sie von Aussagen von Oliver berichten, die er im Jahr 1981 gemacht hat, nachdem er in der Zeitung einen Artikel über den Roswell-Zwischenfall gelesen hatte. Nachdem das Thema durch den Artikel öffentlich gemacht worden war, fühlte er sich nicht länger an seinen Verschwiegenheitseid gebunden und sagte seiner Frau, sie solle den Artikel lesen, denn dabei handelt es sich um "eine wahre Geschichte". Er sagte ebenfalls, dass er der Pilot war, der die Wrackteile des UFOs und mehrere tote Außerirdische nach Dayton, Ohio geflogen hat. Er beschrieb die Außerirdischen als klein mit großen Köpfen und dass sie einen Raumanzug aus einem ihm unbekannten metallischen Material trugen. Seine Tochter erinnerte sich daran, dass er sagte, es hätte sich um drei Außerirdische gehandelt.
- Quelle: Kopien der eidesstattlichen Erklärungen: http://www.roswellproof.com/henderson.html

Robert Porter

Robert Porter war Hauptfeldwebel und B-29 Flugingenieur auf der Roswell Militärbasis. Er war Teil der Besatzung, die seinen Angaben zufolge Teile einer abgestürzten Untertasse von Roswell nach Fort Worth transportiert hat. In Fort Worth wurde er angeblich Zeuge, wie Teile von seinem B-29 Flugzeug in ein B-25 Flugzeug umgeladen wurden und ihm wurde gesagt, die B-25 würde die Teile zur Wright-Patterson Luftwaffenbasis in Ohio bringen. Robert Porter hatte die Teile in Roswell selbst ins Flugzeug eingeladen, aber alle Teile waren in braunem Papier eingepackt und er konnte somit nicht den Inhalt dieser Pakete sehen. Vom Gewicht her fühlten sie sich jedoch an, als ob sie völlig leer seien. Ein Teil war relativ groß und dreieckig, die anderen 3 Päckchen waren von der Größe eines Schuhkartons. Nach dem Mittagessen in Fort Worth, als er und die restliche Besatzung zu ihrem B-29 Flugzeug zurückkehrten, sagte man ihnen, bei der Fracht hätte es sich "nur um einen Wetterballon" gehandelt. Beim Abflug in Roswell hieß es jedoch, es wären Trümmerteile einer abgestürzten Untertasse. Zum damaligen Zeitpunkt akzeptierte Robert diese Änderung der offiziellen Ereignisse ohne sich groß Gedanken darüber zu machen.
- Quelle: Interview vom 11. Juli 1990 (auf Youtube) (38:30-46:10)

Robert Shirkey

Robert Shirkey war im Juli 1947 als Oberleutnant auf der Roswell Militärbasis stationiert. Dort arbeitete er als Flugsicherheits-Offizier und er erhielt damals die Anweisung, sofort ein B-29 Flugzeug für den Abflug nach Fort Worth vorzubereiten. Colonel Blanchard war zu diesem Zeitpunkt vor Ort und Robert konnte beobachten, wie mehrere metallisch-wirkende Teile in die B-29 geladen wurden. Eines der Teile entsprach vom Aussehen her dem Doppel-T-Träger, den Dr. Jesse Marcel Jr. in seinem Augenzeugenbericht erwähnt hat (siehe weiter unten).
Mehrere Tage später wurde eine B-25 für einen Flug nach Fort Worth vorbereitet und es gab auch einen dritten B-29 Flug, bei dem Oliver "Pappy" Handerson der Pilot war. Dieser B-29 Flug ging direkt nach Wright-Patterson. Alle drei Flüge transportieren laut Robert Shirkey Trümmerteile des Absturzes. Robert hörte von einem Feldwebel und von mehreren Gefreiten, dass sie an der Aufräumaktion des Trümmerfelds beteiligt waren und dass dort neben Trümmerteilen auch Teile toter Außerirdischer aufgesammelt wurden. Die Trümmerteile und die Leichenteile wurden angeblich für kurze Zeit in Halle 84 gelagert. Alle diese Gefreiten, der Feldwebel und Robert selbst wurden knapp 2 Wochen nach dem Zwischenfall zu jeweils unterschiedlichen Militärbasen versetzt.
- 1. Quelle: Interview vom 11. Juli 1990 (auf Youtube) (26:30-1:02:35)
- 2. Quelle: Kopie der eidesstattlichen Erklärung: http://www.roswellproof.com/Shirkey.html

Glenn Dennis 

Glenn Dennis war damals 22 Jahre alt und arbeitete als Assistent im Ballard Bestattungsunternehmen in Roswell. Er erhielt nach dem mutmaßlichen Absturz einen ungewöhnlichen Anruf von der Roswell Militärbasis: Jemand fragte ihn, ob er kleine hermetisch verschließbare Kindersärge verfügbar hätte. Am Nachmittag desselben Tages transportierte Glenn Dennis einen verletzten Gefreiten zur Roswell Militärbasis. Als sie dort eintrafen, bemerkte Glenn, dass dort ziemliche Verwirrung zu herrschen schien. Er traf eine Krankenschwester, die er bereits von früher kannte, und sie sagte ihm nur, er solle sofort von der Basis verschwinden. Im selben Moment wurde er bereits von einem sehr unfreundlichen Hauptmann zusammengestaucht: Er solle mit niemandem darüber reden, was er auf der Basis beobachtet hatte, daraufhin wurde er von zwei Soldaten bis zum Bestattungsunternehmen eskortiert.

Am nächsten Tag verabredete er sich mit der Krankenschwester, die er bereits kannte, zum Abendessen. Während des Gesprächs erzählte sie Glenn Dennis, dass sie bei einer Autopsie von drei toten Außerirdischen auf der Roswell Basis mithelfen musste. Sie beschrieb die genaue Körperstruktur der Außerirdischen und wirkte dabei extrem verstört. Nach diesem Treffen hat Glenn Dennis die Krankenschwester nie wieder gesehen. Gerüchte besagen, sie wäre kurz darauf in ein anderes Land versetzt worden und dort wenige Tage später bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Glenn Dennis verstarb am 28.4.2015.
- 1. Quelle: Interview vom 19. November 1990 (auf Youtube)
- 2. Quelle: Kopie der eidesstattlichen Erklärung http://www.roswellproof.com/dennis.html

Anmerkung : Der Name der Krankenschwester konnte nie zweifelsfrei identifiziert werden. Glenn Dennis weigerte sich, ihren Namen zu nennen, denn er hatte ihr vor dem Gespräch versprochen, ihre Identität nie preiszugeben. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde Glenn von einigen Forschern so unter Druck gesetzt, dass er einfach einen falschen Namen nannte, um die Forscher endlich loszuwerden. Nachdem rauskam, dass der Name frei erfunden war, geriet alles, was Glenn berichtet hatte, unter Verdacht, seiner Fantasie entsprungen zu sein. Allerdings konnten in den vergangenen Jahren weitere Zeugen für die Geschichte mit den "Kindersärgen" gefunden werden. Eine der Personen, die eventuell die Krankenschwester gewesen sein könnte, war Miriam Bush. Siehe hierzu die nachstehende Aussage ihrer Schwägerin Pat Bush.

Pat Bush

Pat Bush ist die Schwägerin von Miriam Bush. Miriam arbeitete im Juli 1947 im Krankenhaus der Roswell Militärbasis. Da sie über eine hohe Freigabestufe als Geheimnisträgerin verfügte, nahm der Chef des Krankenhauses sie laut Pat Bushs Aussage im Juli 1947 beiseite, um ihr "etwas Außergewöhnliches" zu zeigen. Dabei handelte es sich um mehrere Körper außerirdischer Wesen, die in einem Raum auf Untersuchungstischen lagen. Zumindest eines dieser Wesen schien noch teilweise am Leben zu sein, denn es bewegte seine Hand. Am selben Abend kehrte sie sehr aufgeregt nach Hause zurück und erzählte der gesamten Familie von ihrem Erlebnis. Nur einen Tag später schien sie wie ausgewechselt: Sie war extrem verängstigt und bat alle aus der Familie, niemals über das zu sprechen, wovon sie ihnen am Vortag berichtet hatte. Miriam wurde ab diesem Zeitpunkt zu einer sehr verängstigen Person und Pat empfand Mitleid für sie wegen ihrer Ängste. Miriam Bush starb unter seltsamen Umständen: Sie wurde tot in einem Hotelzimmer gefunden, in das sie unter falschem Namen eingecheckt hatte. Als Todesursache wurde Selbstmord genannt. Pat Bush hingegen sagt, dass sie nicht glaubt, dass Miriam Selbstmord begangen hat.
- Quelle: Interview auf Youtube

George Jud Roberts 

George Jud Roberts war Manager und Mitbesitzer der KGFL Radiostation in Roswell. Als er von dem UFO Absturz erfuhr, wurde ein Treffen zwischen dem Besitzer der Radiostation W.E. Whitmore und dem Hauptzeugen Mack Brazel (siehe weiter unten) in Whitmore's Haus arrangiert. Dort wurde ein Interview mit Mack Brazel geführt, das auf einem Drahtspeichergerät aufgezeichnet wurde. Nach dem Interview blieb Mack Brazel über Nacht in Whitmore's Haus und am nächsten Morgen wurde Mack bereits vom Militär erwartet und abgeholt. Am folgenden Morgen erhielt George einen Anruf aus Washington, in dem ihm gedroht wurde: Falls irgendwelche Informationen über den UFO-Absturz bei KGFL auf Sendung gehen, verliert der Sender seine Sendelizenz. George entschied, die Drohung ernst zu nehmen und nicht über den UFO-Absturz zu berichten.
- 1. Quelle: The Roswell Incident - BBC Dokumentarfilm aus dem Jahr 1994
- 2. Quelle: Kopie der eidesstattlichen Erklärung http://www.roswellproof.com/Roberts.html
- 3. Quelle: Interview vom 27. September 1991 (auf Youtube) (00:00-26:50)

Frank Joyce 

Frank Joyce arbeitete als Ansager bei der KGFL Radiostation in Roswell. An diesem Tag brachte Walter Haut die Presseerklärung bezüglich der fliegenden Untertasse beim Sender persönlich vorbei. Nachdem Frank Joyce die Meldung gelesen hatte, rief er zunächst Walter auf der Militärbasis zurück, um ihn zu fragen, ob die Geschichte wirklich wahr ist. Dabei bestätigte ihm Walter Haut, dass Colonel Blanchard die Presseerklärung persönlich in Auftrag gegeben hat. Deshalb schickte Frank die Meldung daraufhin auf der Western Union Verbindung ans United Pressebüro. Kurz darauf erhielt er auf seinem Telefon eine Vielzahl von Anrufen von Pressevertretern aus aller Welt, die die Geschichte mündlich bestätigt bekommen wollten. Plötzlich hatte Frank Joyce dabei auch eine Person aus dem Pentagon am Telefon, die ihm damit drohte, dass er für die Weiterleitung dieser Pressemeldung ans United Pressebüro ernste Schwierigkeiten bekommen würde.

Zu einem späteren Zeitpunkt rief Radiostationsbesitzer Walt Whitmore bei Frank Joyce an, um ihn etwas bezüglich des UFO-Absturzes zu fragen. Whitmore kam schließlich persönlich zur Radiostation, um sich das Original der Pressemitteilung von Walter Haut abzuholen. Später (vermutlich nicht am selben Tag - der Zeitpunkt ist unklar) erhielt Frank einen Anruf von einem sichtlich verängstigt wirkenden Mack Brazel, der ihm sagte, dass man bei der UFO-Geschichte einen Fehler gemacht habe. Frank Joyce bat Mack Brazel beim Radiosender vorbeizukommen und beide redeten am selben Abend miteinander. Dabei hinterließ Mack Brazel bei Frank Joyce den Eindruck, unter extremem Druck zu stehen. Mack Brazel sagte, man müsse die Geschichte richtigstellen: Alles was er gefunden hätte, wäre ein Ballon gewesen.
- Quelle: The Roswell Incident - BBC documentary from 1994
Anmerkung: Die Quellen zu Teilen des Frank Joyce Berichts sind nicht klar verifizierbar.

Major Edwin Easley

Major Edwin Easley war im Juli 1947 auf der Roswell Militärbasis als Kommandant der Militärpolizei stationiert. Er wurde im Jahr 1990 zum Roswell-Zwischenfall interviewt, er weigerte sich aber, Fragen zu beantworten, die seinen Verschwiegenheitseid verletzten würden. Somit hat er in dem Interview praktisch gar nichts gesagt. Als der Reporter ihn fragte, ob denn die gesamte Roswell-Forschung generell auf dem richtigen Weg sei, sagte Easley "Alles was ich dazu sagen kann, ist, dass die Forschung nicht auf dem falschen Weg ist."
- Quelle: Coast to Coast Radiosendung vom 12. Juni 2011

Brig. Gen. Arthur E. Exon 

Brig. Gen. Arthur E. Exon war der höchstdekorierte Militäroffizier, der öffentlich gemutmaßt hat, dass der Roswell-Zwischenfall wirklich stattgefunden hat und dass dabei ein Raumschiff und Körper von außerirdischen Wesen geborgen wurden. Im Juli 1947 war Exon als Oberstleutnant auf der Wright Field Luftwaffenbasis in Dayton, Ohio stationiert. Dort hörte er von mehreren Augenzeugen, welche die Überreste des Roswell-Zwischenfall persönlich gesehen hatten. Exon ist zwar nur indirekter Zeuge, aber aufgrund seines hohen Rangs im Militär zugleich ein gewichtiger.
- Quelle: http://www.roswellproof.com/Exon.html

3) Die zweite Absturzstelle und die jeweiligen Zeugen 


- Position: zwischen Roswell und Corona, 30 Meilen süd-östlich von Corona
- Direkte Zeugen: Mack Brazel, Bessie Brazel, Jesse Marcel, Jesse A. Marcel Jr., Loretta Proctor, Thomas Dubose, Jack Trowbridge, Loretta Proctor, Frankie Rowe
- Indirekte Zeugen (haben Aussagen von direkten Zeugen erhalten): Frankie Rowe, Phillis McGuire & Elizabeth Tulk, Barbara Dugger, 
- Beschreibung der Absturzstelle laut Zeugen: Trümmerfeld, kein intaktes UFO


Mack Brazel 

Obwohl Mack Brazel durch seine Entdeckung des Trümmerfelds auf seinem Bauernhof die Schlüsselfigur war, gibt es fast keine Aufzeichnungen über seine persönlichen Aussagen bezüglich das Vorfalls. Alles was es an Beweisen zu Mack Brazel gibt, ist ein Artikel, der am 9. Juli 1947 in der Zeitung Roswell Daily Chronicle erschienen ist. Darin sagte er, er sei sicher, dass es sich nicht um einen Wetterballon oder Ähnliches gehandelt habe.

Quelle: Inhalt des Zeitungsartikels http://roswellfiles.com/Witnesses/brazel.htm

Major Jesse Marcel

Major Jesse Marcel war leitender Nachrichtenoffizier der Roswell Militärbasis. Nachdem Mack Brazel die Basis über das Trümmerfeld auf seinem Bauernhof informiert hatte, befahl Col. Blanchard, dass Jesse Marcel das Trümmerfeld untersuchen soll. Marcel lud einen Teil der Trümmer in sein Auto und fuhr wieder zurück nach Roswell. Da es bereits Nacht war, machte er gegen 2 Uhr morgens einen kurzen Zwischenstop an seinem Haus, um seiner Frau und seinem Sohn die seltsamen Trümmer zu zeigen, bevor er sie zur Militärbasis brachte.

Am nächsten Tag erhielt Marcel den Befehl von Col. Blanchard, die Trümmerteile zur Luftwaffenbasis in Fort Worth, Texas, zu fliegen. Nachdem Marcel dort die Trümmer General Roger Ramey vorlegte, erklärte dieser, es würde sich dabei nur um die Überreste eines Ballons handeln. Nach einer Aussage, die Marcel Jahrzehnte später machte, wurden die originalen Trümmerteile durch Überreste eines Ballons ersetzt und Pressevertreter durften Jesse Marcel fotografieren, wie er Teile des Wetterballons in den Händen hielt. Jesse Marcel erwähnte gegenüber seinem Sohn, dass die ganze Ballon-Geschichte eine Tarnung gewesen sei, aber dass er, um seinen Job nicht zu verlieren, mitspielen musste und nichts sagen durfte.

Jesse Marcel wandte sich in den Jahren 1978 und 1984 im amerikanischen Fernsehen an die Öffentlichkeit und erklärte, dass das von ihm untersuchte Trümmerfeld auf keinen Fall von einem Ballon stammte, aber dass es ihm damals unmöglich war, gegen die Befehle seiner Vorgesetzten zu verstoßen und die Wahrheit zu sagen.

- 1. Quelle: Interviews von Jesse Marcel aus den Jahren 1978 und 1984
- 2. Quelle: http://www.roswellproof.com/Marcel_evaluations.html

General Thomas Dubose

General Thomas Dubose war Stabschef von General Roger Ramey beim 8ten Luftwaffenheadquarter in Fort Worth, Texas. Zur damaligen Zeit hatte er den Rang eines Oberst. Er erhielt damals einen Anruf von Maj. Gen. Clements McMullen aus Washington, der die Trümmerteile des Roswell-Absturzes nach Washington geschickt bekommen wollte. Dubose organsierte den Transport von Roswell nach Fort Worth und von dort weiter zum Andrews Army Air Field in Washington. Dubose sagte ebenfalls aus, dass die Geschichte mit dem Ballon nur zur Vertuschung der Wahrheit gedient hat und dass die echten Trümmerteile durch einen Ballon ersetzt wurden bevor die Presse Fotos machen durfte.

- 1. Quelle: Interviewauszug eines Interviews aus dem Jahr 1991
- 2. Quelle: Kopie der eidesstattlichen Erklärung: http://www.roswellproof.com/dubose.html
- 3. Quelle: Coast to Coast Radiosendung vom 12. Juni 2011

Dr. Jesse A. Marcel Jr.

Dr. Jesse A. Marcel Jr. war der Sohn von Major Jesse Marcel. Er war Pilot und Arzt von Beruf. Als sein Vater einige der Trümmer der Absturzstelle eingesammelt hatte, entschied er sich auf der Rückfahrt einen kurzen Zwischenstop an seinem Haus einzulegen, um seinem damals 11jährigen Sohn die Trümmerteile zu zeigen. Jesse sagt, dass man die Trümmer, die er damals sah, in drei Kategorien einteilen kann:
1. eine dicke, folienartige metallische graue Substanz
2. ein sprödes braun-schwarzes plastikartiges Material, ähnlich Bakelit
3. mehrere Fragmente ähnlich einem Doppel-T-Träger. Auf der Innenseite befanden sich seltsame Symbole ähnlich einer Schrift

Nachdem sein Vater aus Fort Worth zurückkam und die offizielle Ballon-Geschichte verkündet worden war, sagte ihm sein Vater, dass er am besten so tun sollte, als ob das ganze Erlebnis in der Nacht zuvor nie stattgefunden und er die Trümmerteile nie gesehen hat.

- 1. Quelle: Interview vom 11. Juli 1990 (auf Youtube) (00:00-24:05)
- 2. Quelle: Interview aus dem Jahr 2010 (auf Youtube)
- 3. Quelle: Deutsches Interview aus dem Jahr 2008 (auf Youtube)

Jack Trowbridge

Jack Trowbridge war seit April 1947 auf der Roswell Militärbasis stationiert und arbeitete dort als Oberleutnant unter Major Jesse Marcel. Am Abend des Roswell Absturzes traf sich das gesamte Team von Nachrichtenoffizieren zu einer Partie Bridge. Jesse Marcel war jedoch nicht anwesend, da er sich noch auf dem Rückweg vom Einsammeln der Trümmer befand. Er stieß relativ spät am Abend zu der Gruppe hinzu und alle gingen gemeinsam zu Jesse Marcel's Auto, um sich die Trümmerteile anzusehen. Das Material ähnelte Aluminium und auf einigen Teilen waren Hieroglyphen zu sehen. Nachdem er das Material selbst in der Hand gehalten hat, beschreibt Jack Trowbridge seine Eigenschaften als extrem ungewöhnlich: Egal wie man das Material zusammengeknüllt hat, es kehrte augenblicklich wieder in seinen Ursprungszustand zurück. Am nächsten Morgen wurde das Material erneut im Büro herumgereicht. Am Nachmittag hingegen änderte sich die offizielle Story: Alle Beteiligten sollten nie mehr über die ganze Sache reden. Nach Jack Trowbridge's Aussage war das Material, was er in der Hand hielt, kein Ballon. Der Ballon, den Jesse Marcel der Presse am nächsten Tag präsentierte, wurde gegen die echten Trümmerteile ausgetauscht und Major Marcel wurde gezwungen, die Presse anzulügen.

- Quelle: Interview auf Youtube

Loretta Proctor 

Loretta Proctor - 83 Jahre alt zur Zeit des hier verlinkten Interviews - lebte immer noch auf dem gleichen Bauernhof nördlich von Roswell wie damals. Sie erinnert sich noch, dass Mack Brazel vorbeikam und ihr das metallische Material von der Absturzstelle zeigte. Sie sagte ihm, dass es sich dabei vielleicht um ein UFO handelt und er sollte das Ganze am Besten dem Sheriff in Roswell melden. Sheriff George Wilcox informierte daraufhin die lokale Militärbasis über den Fund. Loretta sagte ebenfalls, dass Mack bereits zuvor Wetterballons auf seinem Bauernhof gefunden hätte und sie selbst hatte auch schon Wetterballons gesehen. Deshalb wusste sie genauso wie Mack Brazel, dass es sich bei den Trümmern auf keinen Fall um einen Wetterballon gehandelt hat.

- 1. Quelle: Interview in The Roswell Incident - BBC Dokumentarfilm aus dem Jahr 1994
- 2. Quelle: Kopie der eidesstattlichen Erklärung http://www.roswellproof.com/Proctor.html

Frankie Rowe

Frankie Rowe ist die Tochter von Feuerwehrmann Dan Dwyer. Frankie Rowe - damals 14 Jahre alt - war gerade auf der Feuerwache, als dort Teile der Trümmer untersucht wurden. Sie hatte selbst die Möglichkeit, die Trümmer zu sehen und anzufassen. Sie sagt, dass sie praktisch nichts gespürt hat, als sie die Teile in der Hand hielt und wenn man sie auf den Tisch fallen ließ, zeigten sie Eigenschaften ähnlich wie Wasser. Sie beschreibt das Material als extrem seltsam. Ihr Vater erzählt ihr, dass er selbst an der Absturzstelle war und dort wären "kleine Wesen" gewesen, die nicht menschlich waren. Zwei davon wären bereits tot gewesen als er an der Absturzstelle ankam, ein dritter Außerirdischer lebte noch und lief herum. Nach dem Vorfall wurde Frankie Rowe zu Hause von Militärpersonal "besucht" und man drohte ihr, dass man sie töten würde, falls sie jemals ein Wort darüber zu irgendwem verliert, was sie auf der Feuerwache gesehen hat.

- 1. Quelle: Interview in "The Roswell Incident" - BBC Dokumentarfilm aus dem Jahr 1994
- 2. Quelle: Interview mit Sheriff Wilcox' Enkelin (auf Youtube)

Phyllis McGuire

Die zwei Töchter von Sheriff George Wilcox - Phyllis McGuire und Elizabeth Tulk - wurden zusammen im Jahr 1990 bezüglich ihrer Erlebnisse im Jahr 1947 interviewt. Am Tag des Vorfalls war Mack Brazel im Büro ihres Vaters und hatte seltsames Material dabei, das Phyllis McGuire auch gesehen hat. Kurz darauf wurde Mack Brazel vom Militär abgeholt und alle Beweise wurden vom Militär mitgenommen. Jedes Mal, als sie versuchten, mit ihrer Mutter Inez über das Thema zu reden, sagte sie, dass ihr Mann den strikten Befehl vom Militär bekommen hat, niemals über die ganze Sache zu reden. Der Vorfall hat ihren Vater tiefgreifend verändert und das Thema war in der Familie ein völliges Tabu. In seltenen Fällen, wenn sie mit ihrer Mutter über den UFO-Absturz geredet haben, erwähnte die Mutter, dass damals tote außerirdische Wesen gefunden wurden.
- Quelle: Interview vom 11. Juli 1990 (auf Youtube) (00:00-26.30)
- Hintergrundinformationen: http://www.roswellproof.com/RMD_Wilcox_July9.html

Barbara Dugger

Barbara Dugger ist die Enkelin von Sheriff George Wilcox. Wilcox' Ehefrau Inez - Barbara's Großmutter - lebte die letzten Jahre ihres Lebens bei Barbara. Zu dieser Zeit erzählte ihre Großmutter, dass im Jahr 1947 eine fliegende Untertasse in Roswell abgestürzt ist und dass ihr Großvater zu diesem Zeitpunkt der Sheriff von Roswell war. Nach dem Absturz kam Militärpersonal ins Büro des Sheriffs und stellte klar, dass er niemals über das reden dürfe, was er gesehen hatte, sonst würden er und seine Familie ums Leben kommen. Inez erzähle Barbara, dass George damals an der Absturzstelle war und dass er dort neben Trümmerteilen auch 4 graue außerirdische Wesen gesehen hatte.
- 1. Quelle: Interview mit Barbara Dugger (auf Youtube)
- 2. Quelle: Coast to Coast Radiosendung vom 12. Juni 2011

4) Gab es weitere Absturzstellen?

Es gibt weitere Zugen, die von weiteren Absturzstellen berichten.

Diese Stellen sind hier mit den Nummern 3 und 4 versehen.

Ein Zeuge namens Jim Ragsdale behauptet, mit seiner damaligen Freundin Trudy Truelove eine Nacht im Pine Lodge Gebiet verbracht zu haben, als beide dort den Absturz eines scheibenförmigen Flugobjekts beobachteten. Nachdem sie die Absturzstelle untersuchten, sahen sie, dass das Flugobjekt beim Absturz aufgerissen wurde und dass sich 4 tote außerirdische Körper im inneren des Objekts befanden. Dies geschah angeblich alles bei Nacht. Früh am nächsten Morgen kehrten sie nach eigenen Angaben zur Absturzstelle zurück und sammelten einige Trümmerteile auf. Kurz darauf hörten sie, wie sich Militärfahrzeuge der Absturzstelle nährten und sie zogen sich zurück bevor das Militär eintraf.

Problematisch: Ragsdale nannte zunächst eine andere Absturzstelle aber kurz vor seinem Tod unterzeichnete er eine zweiseitige eidesstattliche Erklärung, in der er diese Absturzstelle nannte. 

Diese Änderung der Absturzstelle machte ihn in den Augen vieler Forscher zu einem unglaubwürdigen Zeugen. Andere hingegen behaupten, dass er um sein Leben fürchtete und deshalb zunächst eine falsche Absturzstelle genannt hat.

Eine weitere Absturzstelle wollen Art Campbell und Chuck Wade identifiziert haben. Bei Grabungen entdeckten sie dort angeblich seltsames folienartiges Material, das sie im Labor untersuchen ließen. Die Analyse soll ungewöhnliche Ergebnisse (über 50 unterschiedlichen Elemente in den Proben) ergeben haben. Allerdings gibt es keine weiteren Überprüfungen zwecks unabhängiger Bestätigung der Resultate.

Noch umstrittener sind die Geschichten der folgenden Zeugen:

Gerald Anderson

Gerald Anderson war fast 6 Jahre alt, als er, sein Bruder Glenn, sein Vater, sein Onkel Ted und sein Cousin Victor Anfang Juli 1947 einen Ausflug in den Plains of Saint Augustin unternahmen. Sie parkten ihr Auto und liefen dann in ein Tal. Dabei entdeckten sie ein silbernes scheibenförmiges Objekt, das offensichtlich abgestürzt war. Während sie sich dem Objekt näherten, sahen sie vier außerirdische Wesen: Zwei waren offensichtlich tot, eins schien schwer verletzt und das vierte schien unverletzt zu sein und erste Hilfe zu leisten. Jegliche Versuche mit dem außerirdischen Wesen zu kommunizieren schlugen fehl. Die Wesen waren etwa 1,20 Meter groß und hatten sehr große Köpfe und Augen. Da Gerald noch ein kleines Kind war, verstand er zunächst nicht, dass 2 der Wesen tot waren. Erst als er eins der toten Wesen anfasste, realisierte er, dass es sich dabei nicht um Puppen gehandelt hat und dies machte ihm große Angst.

Nach einiger Zeit traf eine Gruppe von 6 weiteren Leuten an der Absturzstelle ein. Dabei handelte es sich um den Archäologieprofessor Dr. Buskirk und 5 seiner Studenten - 3 Männer und 2 Frauen. Wenige Minuten später traf ein Mann (er wird bei späteren Zeugenaussagen Barney Barnett genannt) in einem Pickup-Truck an der Absturzstelle ein und identifizierte sich als Bauingenieur, der Karten von der Gegend anfertigte. Dabei hatte er das silberne Objekt und Menschen darum herum stehen sehen und dachte, es handele sich dabei vielleicht um einen Flugzeugabsturz. Kurze Zeit nachdem er eingetroffen war, erreichten mehrere Militärfahrzeuge die Absturzstelle und das Militär sorgte dafür, dass alle sich von der Absturzstelle entfernen. Allen Anwesenden wurde gedroht, niemals etwas über das zu sagen, was sie da gesehen hatten.

Das Thema wurde in der Familie praktisch nie diskutiert, denn die Frau von seinem Onkel war sehr religiös und als sie von der Sache erfuhr, hing der Haussegen längere Zeit schief, weil sie dachte, das wäre alles Teufelszeug. Daher wurde das Ganze zum Tabuthema. Etwa im Jahr 1965 starb sein Onkel Ted bei einem Unfall und im Jahr 1978 starb Gerald's Vater. Auf der Beerdigung seines Vaters gab die Tochter seines Onkels ihm einige Fotokopien von Ted's Tagebuch, in denen er über den Vorfall aus dem Jahr 1947 schrieb.

- Quelle: Interview vom 24. Juli 1991 (auf Youtube)

Problem: Forscher Stanton Friedman ließ Gerald einen Lügendetektortest bezüglich seinen Schilderungen durchführen. Dieser Test deutete zwar an, dass Gerald die Wahrheit sagt. Gerald war auch in der Lage, die angebliche Absturzstelle wiederzufinden. Trotzdem bleibt Gerald ein sehr kontroverser Augenzeuge, weil sich manche seiner Aussagen nicht verifizieren ließen und weil Widersprüche auftauchten: Stanton Friedman schaffte es, sich das Original von Ted's Tagebuch von Ted's Tochter zu beschaffen. Eine genaue Analyse des Papiers ergab, dass es aus den 40er Jahren stammt, allerdings wurde die verwendete Tinte auf den Anfang der 70er Jahre datiert. Da Ted bereits 1965 starb, kann er schlecht sein eigenes Tagebuch mit Tinte aus den 70er Jahren geschrieben haben. Irgendwas ist an der ganzen Sache also faul. Vielleicht hat Gerald alles nur erfunden, vielleicht ist etwas bei der Datierung der Tinte falsch gelaufen. Die Aussage dieses Zeugen bleibt jedenfalls fragwürdig. Denn abgesehen von der Sache mir der Tinte haben andere Zeugen, die an der gleichen Absturzstelle gewesen sein wollen (der Mann namens Barney Barnett), die Familie Anderson dort nicht gesehen. Auch die erwähnten Archäologen (die auch in Barnett's Geschichte vorkommen, siehe hierzu die folgenden, indirekten Zeugen), haben sich nie gemeldet und ihre Anweseneheit vor Ort bestätigt.

Vern Maltais

Vern Maltais traf Barney Barnett zum ersten Mal im Jahr 1943. Da Barney Barnett keine eigenen Kinder hatte, behandelte er Vern Maltais wie seinen eigenen Sohn und zwischen beiden entwickelte sich im Lauf der Jahre eine enge freundschaftliche Beziehung. Um das Jahr 1950 herum erzählte Barney Barnett Vern Maltais angeblich über ein Erlebnis, das er im Jahr 1947 gehabt haben will: Während einer Exkursion entdeckte er eine abgestürzte fliegende Untertasse, die beim Absturz aufgerissen worden war. Neben der Untertasse sah er vier außerirdische Wesen. Barney erwähnte ebenfalls, dass er an der Absturzstelle eine Gruppe von Archäologen getroffen hatte, die aus etwa fünf Personen bestand und von der Universität von Pennsylvania stammte. Kurze Zeit später traf das Militär an der Absturzstelle ein und gab allen Augenzeugen klar zu verstehen, dass sie nie über das reden dürfen, was sie da gesehen haben. Barney Barnett versuchte mit seinem Chef über den Vorfall zu sprechen, aber der wollte davon nichts wissen und seit dem hat Barney praktisch mit niemandem über den Vorfall geredet. Bei Vern Maltais hat er möglicherweise - sofern die Geschichte nicht erfunden ist - eine Ausnahme gemacht, da er ihm vertraute. Auch hier gibt es ein Verifikations-Problem: Es gibt keine Bestätigung Dritter, zum Beispiel der erwähnten Archäologen - es haben sich nie Archäologen dazu bekannt, vor Ort gewesen zu sein.

- Quelle: Interview vom 11. Juli 1990 (auf Youtube) (24:05-38:25)

Alice Knight

Alice Knight war die Nichte von Barney Barnett's Ehefrau und sie verbrachte Teile ihrer Kindheit bei Barney Barnett und seiner Frau. Sie erinnert sich daran, dass Barney am Anfang der 50er Jahre von einem Erlebnis erzählte, das er in den Feldern von San Augustin hatte und dass es dabei eine abgestürzte Untertasse entdeckt hat. Er traf dort auf eine Gruppe von Archäologen und er erwähnte auch, dass er außerirdische Wesen in der Nähe des UFOs gesehen hat. Kurz nachdem sie bei dem UFO eintrafen, kam das Militär und forderte sie auf zu gehen. Alice gibt zu, dass ihre Erinnerungen an diese Erzählungen von Barney nur sehr vage sind, aber sie ist sich zumindest sicher, dass Barney von einem abgestürzten UFO und von außerirdischen Wesen in der Nähe des UFOs berichtet hatte.

- Quelle: Interview vom 1. Oktober 1991 (auf Youtube) (1:21:50-1:31:57)

Problem: Das Seltsame bezüglich dieser angeblichen Absturzstelle ist, dass Barney Barnett gegenüber beiden Zeugen nur die Gruppe von Archäologen erwähnte, nicht jedoch die Anderson Familie. Die Archäologen wiederum konnten außerdem nie sicher identifiziert werden. Man hat zwar einen Archäologen mit dem Namen Dr. Buskirk ausfindig gemacht, er behauptet jedoch, nicht zur fraglichen Zeit an diesem Ort gewesen zu sein. Alle 4 Zeugen aus der Anderson-Familie sind inzwischen verstorben, es gibt also niemanden, der diesen Bericht bestätigen könnte. Es bleiben also viele offene Fragen.

Und noch ein eher fragwürdiger Augenzeugenbericht:

Frank Kaufmann ist einer der kontroversesten Augenzeugen und es sind Anschuldigungen aufgetaucht, dass er Dokumente gefälscht haben soll.. Frank Kaufmann behauptet, Teil einer Spezialeinheit gewesen zu sein, welche die Aufgabe hatte, die Bergungsaktion des UFOs in Roswell zu handhaben. Nach Kaufmann's Bericht entdeckte man 35 Meilen nördlich von Roswell eine fast intakte Flugscheibe unbekannten Ursprungs in der sich mehrere Außerirdische befanden. Das UFO beschreibt er als etwa 7,5 Meter lang, 4,5 Meter breit und 1,8 Meter hoch, es gab einen metallischen Geruch von sich. Kaufmann's Beschreibung der Außerirdischen ähnelt sehr der üblichen Beschreibung der "Grauen". - Quelle: Interview auf Youtube 



5) Kritische Einordnung und Versuch eines Fazits

Fassen wir zusammen: Zuerst hatte das Militär offiziell vermeldet, es sei ein UFO abgestürzt. Kurze Zeit später ruderte das Militär aber wieder zurück und es wurde mitgeteilt, es sei nur ein Wetterballon gewesen. 

Dass es sich dabei letztlich gar nich um einen Wetterballon, sondern um einen Spionage-Ballon des Projekts "Mogul" gehandelt haben soll, wurde der Öffentlichkeit natürlich nicht kommuniziert - im Kontext des Kalten Krieges sollte niemand von dem Spionage-Projekt erfahren. Erst in den 1990er Jahren veröffentlichte das US-Militär Berichte, die den Roswell-Zwischenfall als Absturz eines Spionage-Ballons darstellten.

Um die Chronik dieser wechselnden Narrative richtig einordnen zu können, ist es überdies wichtig zu wissen, dass die auf dieser Artikelseite präsentierten Zeugen und ihre Aussagen erst Jahrzehnte später von privaten Forschern und Ufologen aufgespürt worden sind. Skeptiker argumentieren, dass die Zeugenaussagen wegen dieses zeitlichen Abstands nicht als zuverlässig gelten können. Die Erinnerungen seien nicht mehr klar und es wurden zum Teil auch widersrpüchliche Aussagen gemacht. Verfechter der UFO-Theorie, die zumindest einem Teil der Zeugen Glauben schenken, argumentieren hingegen, dass zeitnahe Zugenaussagen gar nicht möglich gewesen seien, da das Militär ja einen enormen Druck auf die Zeugen ausübte, zu schweigen. Deshalb habe es halt solange gedauert, bis die ersten Zeugen sich trauten, ihre Geschichten öffentlich zu machen.

Ob man den Zeugenberichten nun Glauben schenken möchte oder nicht - Fakt ist, dass durch deren Veröffentlichung in den 1980er und 1990er Jahren das Thema Roswell medial extrem aufgewärmt wurde und sich alle Welt plötzlich die Frage stellte, ob damals nicht doch ein UFO abgestürzt war und Aliens geborgen wurden. Das Misstrauen gegenüber dem US-Militär wuchs, es bestand der Vedacht, dass hier Dinge verheimlicht worden sein könnten (sei es, weil das Militär eine Massenpanik bzw. einen globalen Kulturschock verhindern wollte, oder weil es aus egoistischen Motiven Wissen zurückhalten und exklusiv für eigene, militärische Zwecke nutzen wollte). Doch dann geschahen zwei Dinge, die die Zeugenaussagen zu diskreditieren schienen:

Am 5. Mai 1995 präsentierte der Londoner Filmproduzent Ray Santilli vor Pressevertretern und einigen UFO-Forschern einen Film, der die Autopsie eines in Roswell geborgenen Alien im Jahr 1947 belegen soll. Das Filmmaterial ist seither unter seinem Namen als „Santilli-Film“ bekannt. Santilli gab an, den Film von einem ehemaligen amerikanischen Militärkameramann erworben zu haben. Bei dem Film, den manche Ufologen leichtgläubig als Beweis werteten, handelte es sich jedoch um eine absichtliche Fälschung, der vermeintliche Alien war nur eine Puppe. Das führte dazu, dass man sämtlichen Zeugenaussagen und Behauptungen rund um die Roswell-UFO-Theorie mit erhöhter Skepsis begegnete.

In den Jahren 1994 und 1997 legte das US-Militär außerdem Berichte vor, in denen behauptet wurde, dass die angeblichen UFO-Überreste Trümmerteile eines Spionage-Ballons aus dem Geheimprojekt "Mogul" aus dem Kalten Krieg waren. Man habe seitens des Militärs Jahrzehnte über die Angelegenheit schweigen müssen, weil die Spionagetätigkeit ansonsten aufgeflogen wäre. Der Bericht von 1997 enthält auch eine Erklärung für die angeblich an den Absturzstellen gefundenen Aliens: An den Spionageballons seien zu Forschungszwecken Testpuppen ("anthropomorphic dummies") befestigt worden, die dann mit abgestürzt und von den Zeugen fälschlicherweise für Außerirdische gehalten wurden. Seither dominiert in der Öffentlichkeit wieder die Überzeugung, dass es sich bei der Roswell-UFO-Theorie doch nur um einen Mythos handelt, der nur von einigen "verrückten" UFO-Gläubigen für die Wahrheit gehalten wird.

Die hier erwähnten Militärberichte aus den Jahren 1994 und 1997 finden Sie unten in den Quellenangaben verlinkt. Im Bericht von 1997 sind auch Fotos der Test-Dummies abgebildet. Dieser Aspekt ist aus unserer Sicht besonders entscheidend - dazu gleich mehr.

Unser Fazit fällt differenziert aus. Wir halten es für voreilig und unkritsch, dem Abschlussbericht des US-Militärs blind zu vertrauen, und zwar aus folgenden Gründen: Die meisten der interviewten Zeugen berichteten davon, dass das Militär enomen Druck auf sie ausgeübt und sie teils sogar mit dem Tod bedroht hat. Das spricht dafür, dass das Militär die Wahrheit unterdrücken wollte. Die Frage ist nur: Welche Wahrheit? Um das Spionage-Projekt "Mogul" zu verheimlichen, hätte das Militär eigentlich gar keinen Druck ausüben brauchen. Denn keiner der Zeugen hatte je angegeben, einen Spionage-Ballon entdeckt zu haben. Alle Zeugen haben stattdessen die UFO-Theorie befeuert. Also galt es offensichtlich, diese UFO-Theorie zu unterbinden. Nachdem dann aber in den 1980er und 1990er Jahren mehr und mehr belastende Zeugenaussagen ans Licht kamen, war es vorbei mit der Geheimhaltung. Als Reaktion darauf könnte die Story vom Spionage-Ballon ein weiterer trickreicher (und erfolgreicher) Versuch der Tarnung seitens des US-Militärs gewesen sein. Fortan konnte man die Vertreter der UFO-Theorie als Verschwörungsspinner brandmarken und sie damit diskreditieren. Der Santilli-Hoax mag hierbei unterstützend gewirkt haben.

Auf der anderen Seite sind die Zeugenaussagen natürlich mit Vorsicht zu genießen. Einige Aussagen gelten als besonders umstritten und lassen sich schwer überprüfen. Andere wiederum weisen nur wenige Widersprüche auf und sind in wesentlichen Punkten deckungsgleich. Im Übrigen wirken einige der Zeugen sehr integer und man fragt sich, warum sie bis zu ihrem Tod lügen sollten. Das allein bedeutet allerdings nicht zwingend, dass diese Zeugen die Wahrheit sagen. Theoretisch könnte es sein, dass sie sich einfach nur getäuscht und die Situation falsch eingeschätzt haben. Genau das unterstellt ihnen das US-Militär, wenn es in seinem Abchlussbericht behauptet, die Zeugen hätten irrtümlicherweise das Material eines Ballons für fremdartig gehalten und die Testdummies mit Außerirdischen verwechstelt. Demnach hätten die Zeugen nicht gelogen, sie hätten sich einfach nur geirrt.

Wie überzeugend ist dieser Vorwurf? Aus unserer neutralen Sicht fällt es schwer zu begreifen, wie man Puppen ernsthaft für Aliens halten und gewöhnliches, irdisches Material als derart mysteriös beurteilen kann, dass man dafür Nachts seine Familie weckt, um es ihr zu zeigen (Jesse Marcel). Um unsere Skepsis besser nachvollziehen zu können, schauen Sie sich die Fotos der Test-Dummies im Abschlussbericht des US-Militärs von 1997 gerne selbst an und machen Sie sich ein eigenes Bild: Für wie plausibel würden Sie es halten, dass man solche Menschen-Puppen als echte Aliens missdeutet?

Letztlich muss leider offenbleiben, was hier wahr ist und was gelogen. Aufgrund der teilweise konsistenten Zeugenaussagen und der eher dünnen Argumentation mit den Test-Puppen lässt sich die Theorie vom UFO-Absturz jedenfalls aus unserer Sicht nicht sicher ausschließen.

6) Weiterführende Informationen und Buchtipps