Von höherdimensionalen Lehrern und ihrem angeblichen Einfluss auf die Menschheitsgeschichte
„Diejenigen, die in Kontakt mit dieser geographischen Entität waren, die ihr als Atlantis kennt, hatten das Potenzial für Heilung durch die Verwendung der pyramidenförmigen Körper erfasst. Dies beachtend, und indem wir Anpassungen wegen der Unterschiede in den Verzerrungskomplexen dieser zwei geographischen Kulturen, wie ihr sie nennen würdet, vorgenommen hatten [...], boten [wir] diesen Plan [...] als eine Unterstützung für die Heilung und Langlebigkeit jener in dem Raum, den ihr als Ägypten kennt, an. [...] Die erste, die Große Pyramide, wurde vor ungefähr sechs Tausend [6.000] eurer Jahre geformt. Nach dem Vollbringen des Baus oder der Architektur der Großen Pyramide durch Gedankenkraft [sic!], wurde dann, der Reihe nach, für andere pyramidale Strukturen, sagen wir, mehr lokales oder irdisches Material statt Gedankenform-Material verwendet. Dies hielt ungefähr fünfzehn Hundert [1.500] eurer Jahre weiter an.” (Elkins, Don; McCarty, Jim; Rückert, Carla L.: Der Ra-Kontakt, Oberkrämer 2021, S. 266)
Zum besseren Verständnis dessen, was der Bau beziehungsweise die gedankliche Erschaffung einer Pyramide in Bezug auf energetische Heilung bewirken soll, ergänzt „Ra“:
„Von der sechsten Dimension aus sind wir in der Lage, die intelligente Unendlichkeit, die in jedem Partikel des Lichts oder verzerrten Lichts anwesend ist, durch Denken [sic!] zu manipulieren, sodass wir uns in eine Kopie unserer Geist-/Körper-/Seele-Komplexe in der sechsten Dimension kleiden konnten, die in der dritten Dichte sichtbar war.” (Elkins, Don; McCarty, Jim; Rückert, Carla L.: Der Ra-Kontakt, Oberkrämer 2021, S. 48)
Der Ausdruck „Intelligente Unendlichkeit” steht für das schöpferische Potenzial des All-Einen. Mit „Licht“ meint „Ra“ an dieser Stelle die formbare Substanz, die aus dem Schöpfungsprozess resultiert und die sich in wahrnehmbare Formen und Objekte (Materie) manifestieren kann. Wie „Ra“ erklärt, ist er dazu fähig, durch bewusste Absicht („durch Denken“) das energetische Potential des All-Einen gezielt zu beeinflussen. Mit einem Wort: Er kann als „Schöpfer“ auftreten. So konnte er sich den Ägyptern gegenüber in der Gestalt eines physischen Wesens zeigen und überdies eine materielle Pyramide „erdenken“, die bis heute Bestand hat – falls „Ra“ hier denn die Wahrheit sagt beziehungsweise seine Botschaft korrekt übermittelt wurde.
Für aufgeklärte Ohren klingt das freilich ziemlich unglaubwürdig. Nimmt man das „Ra-Material“ ernst, müsste die Geschichte der Menschheit neu geschrieben werden. Die Kernbehauptung der als pseudowissenschaftlich verrufenen „Prä-Astronautik“, wonach frühe Hochkulturen einen Zivilisationsschub durch Außerirdische erhielten, wird durch den „Ra-Kontakt“ bekräftigt. Die Außerirdischen wären demnach allerdings keine physischen Raumfahrer von erdähnlichen Planeten gewesen („Dritte-Dichte-Wesen“), sondern geistige Wesen aus höheren Dimensionen („soziale Erinnerungskomplexe“ der „sechsten Dichte“). Das wiederum passt zur interdimensionalen Hypothese des bekannten Ufologen Dr. Jacques Vallée, der UFO-Sichtungen und Nahbegegnungen als metaphysische Ereignisse deutet, bei denen sich Geistwesen vorübergehend physisch manifestieren (siehe hierzu unsere Artikelseite: "Woher kommen die UFOs? Interpretationen und Hypothesen").
Für die Aktivitäten technisch hoch entwickelter Kulturen, die außerdem unter „außerirdischem“ Einfluss standen, lassen sich nur einige Vermutungen anführen, die sich in erster Linie auf die Unerklärlichkeit von Bauleistungen wie der großen Pyramide von Gizeh oder den Mauern von Sacsayhuamán stützt.
Das „Ra-Material“ kann aus Sicht der Geschichtsforschung nicht als belastbare Quelle gewertet werden. Aufgrund der mutmaßlichen Authentizität seiner Übermittlung scheint es aber zumindest legitim, die Idee, wonach frühe Hochkulturen „Entwicklungshilfe“ von Geistwesen erhielten, zumindest als eine spekulative Möglichkeit in Betracht zu ziehen. Zugleich gebietet der kritische Verstand natürlich eine gewisse Skepsis.
Wir Menschen brauchen uns demnach nicht als isolierte und verletzliche Individuen vor dem Leben und dem Tod zu fürchten. Stattdessen dürfen wir uns in Verbundenheit und Geborgenheit mit dem All-Einen fühlen. Die Versuche von „Ra“ und den weiteren Kollektivwesen der sechsten Dichte, uns Menschen in dieser Einsicht zu bestärken, schlugen dann aber offenbar fehl:
„Es war unser naiver Glaube, dass wir durch direkten Kontakt lehren/lernen könnten, [...] da diese Kulturen bereits stark auf den allumfassenden Glauben in die Lebendigkeit oder Bewusstheit von Allem ausgerichtet waren. Wir kamen und wurden von den Menschen willkommen geheißen, denen wir zu dienen wünschten. Wir versuchten ihnen auf eine technische Art zu helfen, die mit der Heilung von Verzerrungen des Geist/Körper/Seele-Komplexes [...] in Verbindung stand. So wurden die Pyramiden erschaffen. Wir stellten fest, dass die Technologie weitgehend für diejenigen mit der wirksamen Geist/Körper-Verzerrung der Macht reserviert wurde. Dies war nicht die Absicht des Gesetzes des Einen. Wir haben eure Völker verlassen.” (S. 28.)
Dass „Ra” seinen Kontaktversuch im Rückblick als „naiv” bezeichnet, zeigt sehr schön, dass auch auf den höheren Dichtestufen das Lernen noch nicht abgeschlossen ist und die Lehrtätigkeit gegenüber den lernenden Menschen zugleich einen Lernprozess für die lehrenden Geistwesen darstellt. Das deckt sich mit den diesbezüglichen Aussagen aus den „Michael-Teachings” (siehe vorige Artikelseite).
Die Tatsache, dass „Ra” die Pervertierung und Zweckentfremdung seines Unterstützungsangebots durch eine machthungrige Elite nicht unterband, zeigt weiterhin, dass die Kollektivwesen der höheren Dichten den freien Willen der Menschen stets respektieren, und zwar selbst dann, wenn einige Menschen selbstsüchtige Absichten verfolgen. „Ra” kam offenbar nur, um zu dienen, nicht aber, um etwas aufzuzwingen. Als er bemerkte, dass sein Angebot nicht in der erhofften Weise genutzt wurde, zog er sich wieder zurück – zumindest im Sinne einer offenen, physischen Präsenz.
Trotzdem sind uns „Ra” und die anderen Kollektivwesen der sechsten Dichte nach eigenen Angaben verbunden geblieben und umsorgen uns bis heute hin. Dabei beschränken sie sich auf subtilere Mittel wie zum Beispiel die Inspiration oder die telepathische Informationsübermittlung im Rahmen des Channelings.