Themenbereich
Religion, Mythologie und Spiritualität

Die 'Michael-Teachings' und der 'Ra-Kontakt' (3/7)
Ra's angebliches Wirken auf der Erde


Von höherdimensionalen Lehrern und ihrem angeblichen Einfluss auf die Menschheitsgeschichte


1) Höhere Wesen als "Entwicklungshelfer" historischer Kulturen?

Laut „Ra“ sind „soziale Erinnerungskomplexe“, also Kollektivwesen wie er, daran interessiert, uns in unserer Entwicklung zu unterstützen. Dazu nutzen sie subtile Kanäle und bedienen sich unsichtbarer Mittel wie der Inspiration: „Der Gedanke ist das, was geschickt wird.“ Hierin zeigt sich eine weitere Parallele zu den „Michael-Teachings“, denen zufolge „Seelenfamilien“ auf dieselbe Weise auf uns einzuwirken versuchen.

In einem entscheidenden Aspekt geht das „Ra-Material“ jedoch weit über die „Michael-Teachings“ hinaus – behauptet „Ra“ doch nicht weniger, als dass Kollektivwesen der höheren Dichten durch interdimensionales Reisen in die physische Welt eintreten und die Entwicklung von Wesen dritter Dichte ganz konkret mitgestalten können. „Ra“ gibt vor, in der Vergangenheit von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht zu haben, und zwar im alten Ägypten, wo er angeblich zu Zwecken der energetischen Heilung die große Pyramide erschuf.

Weitere „soziale Erinnerungskomplexe“ hätten derweil Beziehungen zu den Völkern Südamerikas und zu einer weiteren Zivilisation gepflegt, die es nach heutigem Stand der Forschung eigentlich niemals gegeben hat – Atlantis:

„Diejenigen, die in Kontakt mit dieser geographischen Entität waren, die ihr als Atlantis kennt, hatten das Potenzial für Heilung durch die Verwendung der pyramidenförmigen Körper erfasst. Dies beachtend, und indem wir Anpassungen wegen der Unterschiede in den Verzerrungskomplexen dieser zwei geographischen Kulturen, wie ihr sie nennen würdet, vorgenommen hatten [...], boten [wir] diesen Plan [...] als eine Unterstützung für die Heilung und Langlebigkeit jener in dem Raum, den ihr als Ägypten kennt, an. [...] Die erste, die Große Pyramide, wurde vor ungefähr sechs Tausend [6.000] eurer Jahre geformt. Nach dem Vollbringen des Baus oder der Architektur der Großen Pyramide durch Gedankenkraft [sic!], wurde dann, der Reihe nach, für andere pyramidale Strukturen, sagen wir, mehr lokales oder irdisches Material statt Gedankenform-Material verwendet. Dies hielt ungefähr fünfzehn Hundert [1.500] eurer Jahre weiter an.” (Elkins, Don; McCarty, Jim; Rückert, Carla L.: Der Ra-Kontakt, Oberkrämer 2021, S. 266)

Zum besseren Verständnis dessen, was der Bau beziehungsweise die gedankliche Erschaffung einer Pyramide in Bezug auf energetische Heilung bewirken soll, ergänzt „Ra“:

 „Die Pyramidenform ist ein Kollektor, der die einströmende Energie aus dem, was ihr den Boden oder die Basis nennen würdet, zieht. […] Die Energie ist keine Erd-Energie [...], sondern Lichtenergie, die omnipräsent ist." (S.352)

Und weiter:

„Wenn du dir Licht im metaphysischen Sinn als Wasser und die Pyramide als einen Trichter vorstellen würdest, könnte dieses Konzept offensichtlich werden.

Mit Lichtenergie ist hier natürlich keine naturwissenschaftlich messbare Strahlung gemeint. Vielmehr unterstellt „Ra“ in diesem Kontext eine alles durchströmende („omnipräsente“) Vitalkraft, die stark an das chinesische „Qi“ oder das hinduistische „Prana“ erinnert. Die Pyramidenform scheint geeignet, die lebensspendende Energie, die das All-Eine beständig ausströmt, auf eine Weise zu bündeln, die Menschen unter bestimmten Umständen zum Vorteil gereicht – allerdings nur unter fachkundiger Anleitung:

„Die Funktion des Heilers [...] kann nicht überbetont werden, denn diese Kraft [...] muss unbedingt mit inkarnierter Intelligenz, sagen wir, kontrolliert werden; wobei die Intelligenz die von jemandem ist, der Energiemuster erkennt [...].” (S. 340)

2) Von der sechsten Dichte auf die Erde?

Als sie den Ägyptern, Atlantern und den Völkern Südamerikas angeblich Hilfestellung leisteten, erschienen „Ra“ und die anderen Kollektivwesen der sechsten Dichte den damaligen Menschen in physischer Gestalt, obgleich sie selbst doch als geistige Wesen schon lange keine physischen Körper mehr bewohnten.

Wie sie diese Verwandlung bewerkstelligten, erklärt „Ra“ wie folgt:tterling

„Von der sechsten Dimension aus sind wir in der Lage, die intelligente Unendlichkeit, die in jedem Partikel des Lichts oder verzerrten Lichts anwesend ist, durch Denken [sic!] zu manipulieren, sodass wir uns in eine Kopie unserer Geist-/Körper-/Seele-Komplexe in der sechsten Dimension kleiden konnten, die in der dritten Dichte sichtbar war.” (Elkins, Don; McCarty, Jim; Rückert, Carla L.: Der Ra-Kontakt, Oberkrämer 2021, S. 48)

Der Ausdruck „Intelligente Unendlichkeit” steht für das schöpferische Potenzial des All-Einen. Mit „Licht“ meint „Ra“ an dieser Stelle die formbare Substanz, die aus dem Schöpfungsprozess resultiert und die sich in wahrnehmbare Formen und Objekte (Materie) manifestieren kann. Wie „Ra“ erklärt, ist er dazu fähig, durch bewusste Absicht („durch Denken“) das energetische Potential des All-Einen gezielt zu beeinflussen. Mit einem Wort: Er kann als „Schöpfer“ auftreten. So konnte er sich den Ägyptern gegenüber in der Gestalt eines physischen Wesens zeigen und überdies eine materielle Pyramide „erdenken“, die bis heute Bestand hat – falls „Ra“ hier denn die Wahrheit sagt beziehungsweise seine Botschaft korrekt übermittelt wurde.

Für aufgeklärte Ohren klingt das freilich ziemlich unglaubwürdig. Nimmt man das „Ra-Material“ ernst, müsste die Geschichte der Menschheit neu geschrieben werden. Die Kernbehauptung der als pseudowissenschaftlich verrufenen „Prä-Astronautik“, wonach frühe Hochkulturen einen Zivilisationsschub durch Außerirdische erhielten, wird durch den „Ra-Kontakt“ bekräftigt. Die Außerirdischen wären demnach allerdings keine physischen Raumfahrer von erdähnlichen Planeten gewesen („Dritte-Dichte-Wesen“), sondern geistige Wesen aus höheren Dimensionen („soziale Erinnerungskomplexe“ der „sechsten Dichte“). Das wiederum passt zur interdimensionalen Hypothese des bekannten Ufologen Dr. Jacques Vallée, der UFO-Sichtungen und Nahbegegnungen als metaphysische Ereignisse deutet, bei denen sich Geistwesen vorübergehend physisch manifestieren (siehe hierzu unsere Artikelseite: "Woher kommen die UFOs? Interpretationen und Hypothesen").

3) Gab es Atlantis wirklich?

Auch das sagenumwobene Atlantis müsste gemäß den Aussagen von „Ra“ tatsächlich existiert haben. Laut „Ra“ ist die atlantische Zivilisation vor etwa 30.000 Jahren entstanden und erreichte vor etwa 15.000 Jahren ein hohes technisches Verständnis – insbesondere in Bezug auf die Nutzung von spiritueller Energie. 

Innere Konflikte hätten dann aber zu zwei großen Kriegen geführt, von denen der letzte durch die Anwendung nuklearer beziehungsweise energetischer Waffen eine komplette Selbstzerstörung samt verheerender Flutkatastrophe bewirkte – womit „Ra“ eine alternative Deutung für die mythologische Sintflut anbietet:

Vor ungefähr elf Tausend [11.000] eurer Jahre verursachte der erste von dem, was ihr Kriege nennt, dass ungefähr vierzig Prozent von dieser Bevölkerung die Dichte durch Auflösung des Körpers verließen. Der Zweite und höchst zerstörerische der Konflikte geschah ungefähr eins null acht zwei eins, zehn Tausend acht Hundert einundzwanzig [10.821], Jahre in der Vergangenheit eurer Illusion. Dies verursachte eine erd-verändernde Konfiguration, und der große Teil von Atlantis war nicht mehr, da es überschwemmt wurde. [...] Erdveränderungen setzten sich aufgrund dieser, was ihr nukleare Bomben nennen würdet, und anderer Kristall-Waffen weiter fort und brachten die letzten großen Landmassen vor ungefähr neun sechs null null [9.600] eurer Jahre zum Sinken. (Elkins, Don; McCarty, Jim; Rückert, Carla L.: Der Ra-Kontakt, Oberkrämer 2021, S. 76 und S. 171)

Bislang konnten Historiker und Archäologen für diese weitreichenden Behauptungen keine Beweise finden. 

Für die Aktivitäten technisch hoch entwickelter Kulturen, die außerdem unter „außerirdischem“ Einfluss standen, lassen sich nur einige Vermutungen anführen, die sich in erster Linie auf die Unerklärlichkeit von Bauleistungen wie der großen Pyramide von Gizeh oder den Mauern von Sacsayhuamán stützt.

Das „Ra-Material“ kann aus Sicht der Geschichtsforschung nicht als belastbare Quelle gewertet werden. Aufgrund der mutmaßlichen Authentizität seiner Übermittlung scheint es aber zumindest legitim, die Idee, wonach frühe Hochkulturen „Entwicklungshilfe“ von Geistwesen erhielten, zumindest als eine spekulative Möglichkeit in Betracht zu ziehen. Zugleich gebietet der kritische Verstand natürlich eine gewisse Skepsis.

Wie schon mehrfach erwähnt könnte es selbst dann, wenn der Channeling-Vorgang im Rahmen des „Ra-Kontaktes“ authentisch sein sollte, zu Übertragungsfehlern und/oder Fehlinterpretationen beziehungsweise Verzerrungen seitens der Empfänger (Carla L. Rückert, Don Elkins, Jim McCarty) gekommen sein. 

Auch Irrtümer aufseiten des metaphysischen Senders („Ra“) sind prinzipiell nicht auszuschließen. Tatsächlich korrigiert sich „Ra“ in einigen Situationen selbst, insbesondere dann, wenn es um Zahlen und Daten geht. Deren korrekte Übermittlung scheint ihm, wie er Don Elkins gegenüber zugibt, grundsätzlich Schwierigkeiten zu bereiten:

„Bitte suche weiter nach Fehlern, die mit Zahlen zu tun haben, wie ihr es nennt, da uns dieses Konzept fremd ist und wir übersetzen müssen, wenn du so magst, wenn wir Zahlen verwenden. Dies ist eine fortlaufende Schwäche dieses Kontakts aufgrund des Unterschiedes zwischen unseren und euren Wegen. Deine Hilfe wird geschätzt.” (S. 219) 

Vergleicht man die historischen Darstellungen des „Ra-Materials“ mit „Remote Viewing“-Projekten, die zur Aufklärung rätselhafter archäologischer Funde beitragen wollen, wird man zum Teil erhebliche Abweichungen feststellen. Da auch „Remote Viewing“ als bewusstseinsbasierte Methode zur metaphysischen Informationsbeschaffung nicht frei von Verzerrungen und Fehlinterpretationen ist, können diese aber leider auch nicht als zuverlässige Referenz herhalten (siehe hierzu unsere Artikelsammlung zum Remote Viewing). Bemerkenswert ist aber immerhin, dass kein einziges „Remote Viewing“-Projekt die offizielle Geschichtsschreibung stützt. Im Kern (nicht in den Details) werden die fragwürdigen Behauptungen aus dem „Ra-Kontakt“, wonach es erstens alte Hochkulturen gegeben haben muss, die der Geschichtswissenschaft heute nicht bekannt sind, und wonach zweitens die große Pyramide unter Beteiligung nichtmenschlicher Wesen durch futuristisch anmutende Baumethoden errichtet wurde, durchaus bestätigt.



4) Von missverstandenen Göttern und unerkannten Wanderern

Sollte sich die Menschheitsgeschichte wahrhaftig so zugetragen haben, wie es „Ra“ behauptet, dann müssen die außerirdischen „Entwicklungshelfer“ aufgrund ihrer übernatürlichen Fähigkeiten wie Götter verehrt worden sein. Das müsste sich dann auch in den Mythologien der betreffenden Völker abbilden. 

Im „Ra-Material“ finden wir hierauf einen klaren Hinweis. Als Don Elkins gleich in der ersten Kontaktsitzung mit „Ra“ nachfragte, ob dessen Selbstbezeichnung als „Ra“ in irgendeiner Weise mit demjenigen „Ra“ zu tun hat, den die alten Ägypter als Schöpfer- und Sonnengott verehrten (siehe hierzu auch unserer Arikelsammlung zu alten Mythologien), antwortet „Ra“ durch Carla L. Rückert:

„Ja, die Verbindung ist Kongruenz. [...] Die Identität der Schwingung Ra ist unsere Identität. Wir […] haben mit einer Gattung eurer planetaren Art, die ihr Ägypter nennt, Kontakt hergestellt. Andere aus unserer Dichte haben zur selben Zeit Kontakt in Südamerika hergestellt, und die sogenannten ‚Verlorenen Städte‘ waren ihre Versuche, zum Gesetz des Einen beizutragen.” (Elkins, Don; McCarty, Jim; Rückert, Carla L.: Der Ra-Kontakt, Oberkrämer 2021, S. 23f.)

Mit „Gesetz des Einen” meint „Ra” die Einsicht, wonach alles, was ist, als einheitliches Ganzes verstanden werden muss. 

Wir Menschen brauchen uns demnach nicht als isolierte und verletzliche Individuen vor dem Leben und dem Tod zu fürchten. Stattdessen dürfen wir uns in Verbundenheit und Geborgenheit mit dem All-Einen fühlen. Die Versuche von „Ra“ und den weiteren Kollektivwesen der sechsten Dichte, uns Menschen in dieser Einsicht zu bestärken, schlugen dann aber offenbar fehl:

„Es war unser naiver Glaube, dass wir durch direkten Kontakt lehren/lernen könnten, [...] da diese Kulturen bereits stark auf den allumfassenden Glauben in die Lebendigkeit oder Bewusstheit von Allem ausgerichtet waren. Wir kamen und wurden von den Menschen willkommen geheißen, denen wir zu dienen wünschten. Wir versuchten ihnen auf eine technische Art zu helfen, die mit der Heilung von Verzerrungen des Geist/Körper/Seele-Komplexes [...] in Verbindung stand. So wurden die Pyramiden erschaffen. Wir stellten fest, dass die Technologie weitgehend für diejenigen mit der wirksamen Geist/Körper-Verzerrung der Macht reserviert wurde. Dies war nicht die Absicht des Gesetzes des Einen. Wir haben eure Völker verlassen.” (S. 28.)

Dass „Ra” seinen Kontaktversuch im Rückblick als „naiv” bezeichnet, zeigt sehr schön, dass auch auf den höheren Dichtestufen das Lernen noch nicht abgeschlossen ist und die Lehrtätigkeit gegenüber den lernenden Menschen zugleich einen Lernprozess für die lehrenden Geistwesen darstellt. Das deckt sich mit den diesbezüglichen Aussagen aus den „Michael-Teachings” (siehe vorige Artikelseite).

Die Tatsache, dass „Ra” die Pervertierung und Zweckentfremdung seines Unterstützungsangebots durch eine machthungrige Elite nicht unterband, zeigt weiterhin, dass die Kollektivwesen der höheren Dichten den freien Willen der Menschen stets respektieren, und zwar selbst dann, wenn einige Menschen selbstsüchtige Absichten verfolgen. „Ra” kam offenbar nur, um zu dienen, nicht aber, um etwas aufzuzwingen. Als er bemerkte, dass sein Angebot nicht in der erhofften Weise genutzt wurde, zog er sich wieder zurück – zumindest im Sinne einer offenen, physischen Präsenz.

Trotzdem sind uns „Ra” und die anderen Kollektivwesen der sechsten Dichte nach eigenen Angaben verbunden geblieben und umsorgen uns bis heute hin. Dabei beschränken sie sich auf subtilere Mittel wie zum Beispiel die Inspiration oder die telepathische Informationsübermittlung im Rahmen des Channelings.

Außerdem nutzen einzelne Seelen ihrer Gruppen die freiwillige Inkarnation als alternative Möglichkeit, konkrete Unterstützung im physischen Dasein zu leisten. Solche Seelen, die aus höheren Dichtestufen in unsere dritte Dichte auf der Erde inkarnieren und zu diesem Zweck bereit sind, die Erinnerung an ihre eigentliche Herkunft zeitweilig aufzugeben, bezeichnet „Ra“ als „Wanderer“:

„Ein signifikanter Teil der Wanderer der sechsten Dichte sind jene unseres sozialen Erinnerungskomplexes. Ein weiterer großer Teil besteht aus jenen, die jenen in Südamerika geholfen haben; ein anderer Teil, jene, die Atlantis geholfen haben – alle Gruppen der sechsten Dichte und alle Bruder- und Schwester-Gruppen aufgrund des vereinten Gefühls, dass so, wie uns durch Formen wie der Pyramide geholfen wurde, wir euren Völkern helfen könnten.” (S. 28)

Die Möglichkeit von Kollektivwesen, einzelne Seelenfragmente zeitweilig in einen menschlichen Körper zu schicken, erwähnt übrigens auch „Michael”. Genau wie bei „Ra” liegt das Ziel solcher Inkarnationen darin, die spirituelle Entwicklung menschlicher Gesellschaften voranzutreiben. (Hoodwin, Shepherd: Journey of Your Soul, Berkeley 2013. A Channel Explores the Michael Teachings, S. 377ff.)

„Ra” deutet in seinem obigen Zitat an, dass den Seelen aus seinem „sozialen Erinnerungskomplex” sowie denjenigen aus seinen Bruder- und Schwester-Gruppen der sechsten Dichte ebenfalls geholfen wurde, als sie vor langer Zeit selbst in der dritten Dichte waren. „Ras” eigene Entwicklungsgeschichte in dritter Dichte, die sich vor über zwei Milliarden Jahren auf unserem Nachbarplaneten Venus abgespielt haben soll, wollen wir an dieser Stelle aber nicht weiter vertiefen. Für die Suche nach dem Sinn des Lebens sollten wir stattdessen die Frage nach dem Warum des Ganzen stellen: Wie kam es laut Ra (und Michael) überhaupt zu der Erschaffung eines mehrstufigen Universums mit verschiedenen Ebenen und Dichtegraden? Warum organisieren sich Einzelseelen zu Kollektivwesen? Warum wollen uns die Kollektivwesen der höheren Dichten in unserer seelischen Weiterentwicklung unterstützen, so wie auch ihnen geholfen wurde, als sie noch vereinzelte Seelen in dritter Dichte waren? Und worin liegt eigentlich das letztendliche Ziel dieser stetigen Weiterentwicklung? Mehr dazu erfahren Sie auf den nächsten Artikelseiten.

5) Weiterführende Informationen und Buchtipps

  • Elkins, Don; McCarty, Jim; Rückert, Carla L.: Der Ra-Kontakt: Das Gesetz des Einen lehren – Gesamtausgabe, Oberkrämer 2021, https://shop.dasgesetzdeseinen.de/der-ra-kontakt-gesamtausgabe.html
  • Hoodwin, Shepherd: Journey of Your Soul, Berkeley 2013. A Channel Explores the Michael Teachings, https://archive.org/details/journeyofyoursou0000hood_s7q9
  • Remote Viewer, die den Bau der großen Pyramide untersuchten, stellen als Anlass für deren Bau meistens Aspekte wie die Datensammlung in Erwartung oder als Rückblick auf eine apokalyptische Naturkatastrophe, Energieerzeugung oder -übertragung sowie eine Art Gateway für den Übergang in andere Dimensionen zur Diskussion. Der Bauvorgang wird von „Ra“ und den Remote Viewern insofern ähnlich beschrieben, als energetische Effekte unterstellt werden. Manche Viewer berichten im Gegensatz zu „Ra“ jedoch von der Mitwirkung menschlicher oder weiterer nichtmenschlicher Wesen vor Ort und wollen zum Teil sogar Herrschaftsinteressen und böse Absichten aufseiten derjenigen wahrgenommen haben, die die Pyramide planten. Das steht in deutlichem Widerspruch zu den Aussagen von „Ra“. Die Zusammenfassung der „Remote Viewing“-Sessions, auf die wir uns hier beziehen, stammen von besonders bekannten „Remote Viewing“-Gruppen und sind unter folgenden Online-Quellen einsehbar: http://farsightpresentations.com/RV_Projects/Giza_Pyramid.html („Farsight Institute“); https://signallinie.info/eine-neue-vergangenheit-sehen/#aegypten_pyramide_fazit („Signallinie“); https://into-the-matrix.de/2023/08/01/der-bau-der-pyramiden-von-gizeh/ („Into-the-Matrix“).  Diejenigen Sessions, die sich mit Bezug auf den Bau der großen Pyramide am ehesten mit der Schilderung des „Ra-Materials“ überschneiden, stammen von der „Remote Viewing“-Gruppe „Into-the-Matrix“: Sie beschreiben ein in der Luft schwebendes Wesen, das Energie aufbringt, die spiralförmig nach oben strömt und dabei recht schnell die Pyramide entstehen lässt (auch „Ra“ erwähnt an mehreren Stellen eine spiralförmig aufstrebende Energie zum Zweck des Bauens). Die dabei verwendeten Steine seien nicht abgebaut worden, sondern durch Energie/Druck erst produziert worden. In weiterführenden Details weichen die Sessions aber wieder von „Ras“ Schilderungen ab (siehe das Interview mit „Into-the-Matrix“ vom 03.11.2023 ab Minute 35:40, URL: https://www.youtube.com/watch?v=64JehMIgbYY). Die Viewer des „Farsight Institute“ erhalten bezüglich des Baus etwas andere Wahrnehmungen, obschon auch sie futuristisch anmutende, energetische Effekte beschreiben. Möglicherweise hat der Tasker des „Farsight Institute“ mit seiner eingrenzenden Formulierung des Targets aber dasselbe „kontaminiert“, weil seine eigenen Vorstellungen und Vorannahmen einen sauberen Abgriff der „Rohdaten“ verzerrten. Seine Fragestellung an die Viewer lautete nämlich: Wie wurden die größten Steinblöcke abgebaut („mining“)? Die Möglichkeit einer „Erschaffung“ der Steinblöcke aus nichtphysischer Energie lässt diese Fragestellung gar nicht zu (siehe die Konzeption der Session unter der URL: https://farsight.org/demo/Mysteries/Mysteries_7/Mysteries_Project_7_ryuseg.html. Achten Sie auf das Target #7a.). Eine weitere Session hat derselbe Tasker, Courtney Brown, zu einem späteren Zeitpunkt auf den Sonnengott „Ra“ des alten Ägyptens abhalten lassen. Brown hält diese Wesenheit für dieselbe Wesenheit wie diejenige, die Carla L. Rückert im „Ra-Kontakt“ channelt. „Ra“ bestätigt diese Identität auch im „Ra-Kontakt“. Jedoch bezichtigt Courtney Brown „Ra“ auf Basis seiner „Remote Viewing“-Daten, die Menschen unterdrücken und in Angst halten zu wollen, was den von „Ra“ selbst im „Ra-Kontakt“ geäußerten Botschaften eindeutig widerspricht. Das wirft die Frage auf, ob die Remote Viewer des „Farsight Institute“ wirklich den „Ra“ vom „Ra-Kontakt“ geviewt haben oder vielleicht nur die imaginäre, mythologische Figur mit den ihr zugesprochenen Eigenschaften und Handlungen. Vielleicht hat Courtney Brown aber auch hier mit seinen einschlägigen Vorannahmen das Target kontaminiert. Sollte „Ra“ als Übermittler des „Gesetz des Einen“ wirklich bösartig sein, würde sich die Motivation seines äußerst zugewandten Kontaktes nicht erschließen. Die besagte „Remote Viewing“-Session scheint insofern zweifelhaft.