Warum der Sinn allen Daseins für "Michael" und "Ra" in der Entfaltung von Liebe liegt
Um sich selbst zu erfahren, muss sich das All-Eine ausdifferenzieren, indem es sich unterteilt. Durch Unterteilung bildet das All-Eine fraktale Untereinheiten seiner selbst. Diese können sich dann gegenseitig als unterscheidbare Entitäten erfahren. Daraus folgt, dass „Intelligente Unendlichkeit“ beziehungsweise das „Tao“ in jedem noch so kleinsten Ding der Schöpfung enthalten sein muss. Oder anders formuliert: Alles, was existiert, ist ein Ausdruck des „Göttlichen“. Im „Ra-Kontakt“ heißt es entsprechend:
„Wie Es entscheidet, Sich selbst zu erkennen, erschafft Es Sich selbst in dieses Plenum hinein, voll der Pracht und der Kraft des Einen Unendlichen Schöpfers, der für eure Wahrnehmung als Raum oder Weltraum manifestiert ist.” (Elkins, Don; McCarty, Jim; Rückert, Carla L.: Der Ra-Kontakt, S. 511)
Das hatte auch schon Burkhard Heim erkannt, als er sämtliche Erscheinungen des Universums entlang einer gedachten Strukturachse X5 anordnete (siehe hierzu unsere Artikelsammlung zu Burkhard Heims sechsdimensionalem Weltmodell): Je komplexer die Struktur, desto höher der Freiheitsgrad.
Oder mit „Ra“ gesprochen: Je umfassender ein „Sub-Sub-Logos“, desto höher seine „Dichtestufe“ und damit sein Bewusstheits- und Freiheitsgrad. Wir Menschen in der „dritten Dichte“ verfügen über deutlich mehr Entscheidungsspielraum als ein Stein in der „ersten Dichte“, dessen Freiheit augenscheinlich gegen Null tendiert. Im Vergleich zu einem Kollektivwesen wie „Ra“ oder „Michael“ wirkt unser Aktionsraum hingegen ziemlich bescheiden. Höher entwickelte Entitäten in den höheren „Dichten“ können mit bewusster Absicht Dinge tun, die wir als paranormal empfinden. Derweil können wir Menschen Dinge tun, die für Tiere in der „zweiten Dichte“ nicht nachvollziehbar sind.
Freiheit impliziert stets die Möglichkeit zur Gestaltung. Deshalb sind wir im Rahmen unserer Limitierungen aktive Mitschöpfer des Universums und nicht bloß dessen Resultat. Warum diese Einsicht für Ihr Alltagsleben von herausragender Bedeutung sein könnte, ergründen wir in unserer Artikelsammlung zur Spiritualität. An dieser Stelle wollen wir zunächst noch den Schöpfungsprozess nach „Ra“ und „Michael“ etwas gründlicher beleuchten, um ein vollständigeres Bild zu erhalten.
„Liebe/Licht ist der Ermöglicher, die Kraft, der Energiegeber. Licht/Liebe ist die Manifestation, die geschieht, wenn Licht mit Liebe beeindruckt worden ist.” (S.108)
Liebe (als Schöpferkraft) und Licht (als wahrnehmbare Substanz) sind also die beiden Prinzipien, durch deren Zusammenspiel sich das Universum in unserer Wahrnehmung darstellt. Folglich existiert Materie in der Kosmologie des „Ra-Kontakts“ nicht als unabhängige Substanz aus sich selbst heraus. Stattdessen geht sie aus der liebevollen (ordnenden) Schöpfung eines bewussten Geistes („Intelligente Unendlichkeit“) hervor. Als Menschen mit biologischem Körper sind wir deshalb alles andere als nur ein Produkt von Materie. Wir sind fraktale Elemente eines allumfassenden Bewusstseins:
„Ihr seid nicht Teil eines materiellen Universums. Ihr seid Teil eines Gedankens. [...] Alle Dinge, alles Leben, die ganze Schöpfung ist Teil eines ursprünglichen Gedankens.“ (S. 22)
„Wenn wir vom Tao abgesondert werden, werden wir zu einem ‚Fragment‘. […] Danach beginnt unsere Reise zurück zur völligen Fokussierung auf das Tao, der Erfahrung der absoluten Einheit. […] Diese Reise beinhaltet aufeinanderfolgende Schritte der Wiedervereinigung.“ (Hoodwin, Shepherd: Journey of Your Soul, Berkeley 2013, S. 109, eigene Übersetzung)
Das letztendliche Entwicklungsziel besteht demnach in der Erfahrung als Einheit durch die Überwindung von Vielheit. Letztere war notwendig, um überhaupt Selbsterkenntnis erlangen zu können. Die Entwicklung von der Einheit zur Vielheit und wieder zurück zur Einheit gleicht einer pulsierenden Bewegung: Zunächst teilt sich das „Göttliche” durch die Erschaffung des Universums in Einzelfragmente, um im Laufe eines schrittweisen Evolutionsprozesses zur Einheit zurückzufinden.
Unser Menschsein kann insofern als eine Zwischenstation einer langen Reise verstanden werden. In der physischen Realitätsebene beziehungsweise in der „dritten Dichte” sind wir noch sehr weit von der angestrebten Einheitserfahrung entfernt. Wir sind jedoch nicht auf uns allein gestellt. Wir erhalten Unterstützung von höheren Wesen, die ihre physische Existenzform schon lange hinter sich gelassen haben. Die Motivation dieser Kollektivwesen beruht auf liebevoller Verbundenheit, gespeist durch die Sehnsucht nach Vereinigung mit dem Schöpfer, aus dessen Einheit wir alle als „Funke” beziehungsweise als „Sub-Logos” herausfragmentiert wurden.