Wie man seine Bewusstseinsentwicklung vorantreiben und seinen spirituellen Fortschritt auch "messen" kann
Bildquelle: Eigene Grafik, inspiriert von Galke, Matthias: Chaos, Logos, Kosmos. Das Gesetz des Einen und die Evolution von Bewusstsein, Band 2, Oberkrämer 2022, S. 71.
Als individuelle Manifestationen einer gemeinsamen Schöpfungskraft, die in verschiedenen Religionen, Mythologien und Konzepten unterschiedlich benannt wird (Gott, Tao, Brahman, AUO bei Campbell, Das Gute bei Platon, der Wille bei Schopenhauer, ...) sind wir in unserem Inneren mit unserer metaphysischen Quelle verbunden. Diese Verbindung ist intellektuell nicht erfahrbar und physikalisch weder sicht- noch messbar. Sie kann nur emotional und intuitiv wahrgenommen werden. Gerade das fällt wissenschaftlich versierten Menschen aber äußerst schwer. Zudem sind die meisten Menschen in ihrem gewöhnlichen Wachbewusstsein mit allerlei anderen Dingen beschäftigt, sodass sie die tieferen Schichten und Wurzeln ihrer Existenz nicht wahrnehmen: Bildlich gesprochen erfahren wir uns dann nur als einzelne Bäume und konkurrieren schlimmstenfalls darum, wer von uns am höchsten wächst. Dabei spüren wir nicht, dass wir alle gemeinsam im Erdreich (im Metaphysischen) verwurzelt sind und einer gemeinsamen Quelle entspringen
Um mit den tieferen Aspekten des eigenen Seins in Kontakt zu kommen, ist es darum unerlässlich, hin und wieder innezuhalten und aufmerksam in sich hineinzuspüren. In einem ersten Schritt hilft es bereits, über sein eigenes Denken, Handeln und emotionales Empfinden regelmäßig zu reflektieren, sodass man sich selbst und seine gewohnten Reaktionsmuster besser kennen und verstehen lernt. Darauf aufbauend kann man in weiteren Schritten versuchen, bestimmte Aspekte des eigenen Seins zu verändern. Das ist der Beginn von Bewusstseinsarbeit.
Diese Potentiale auszuleben, verleiht unserem Leben mehr Authentizität und Freude. Das wiederum setzt Energien frei, die es uns ermöglichen, anderen Menschen mehr zu geben: Wer mit sich selbst im Einklang ist, der kann auch herzlich zu anderen sein. Wer hingegen unzufrieden ist, der neigt eher dazu, Konflikte zu produzieren. Für diese Einsicht braucht man kein spiritueller Mensch zu sein. Beispiele hierfür kennt wohl jeder aus seinem persönlichen Umfeld.
Um festzustellen, wie man auf seinem Weg ins Liebesbewusstsein vorankommt, empfiehlt es sich, sein Alltagsleben über einen längeren Zeitraum immer mal wieder zu beobachten: Ist mehr Selbstzufriedenheit eingekehrt? Wie hat sich die Beziehung zu anderen Menschen entwickelt? Gibt es mehr oder weniger Konflikte? Und wie steht es um die Verbundenheit zur Natur?