Heims Theorie übersteigt den Bereich des physisch Sicht- und Messbaren. Eine empirische Bestätigung im klassisch-wissenschaftlichen Sinne ist darum in vielen Aspekten gar nicht möglich. Um einzuschätzen, ob Heims Theorie dennoch einen sinnvollen Mehrwert gegenüber der gewöhnliche Naturwissenschaft liefert, bleibt uns lediglich der Versuch, ihre Erklärungskraft in Bezug auf all jene Phänomene zu überprüfen, an denen die gewöhnliche Naturwissenschaft scheitert (die jeweiligen Phänomene finden Sie in den Themenbereichen „Bewusstseinsforschung“ und „Rätselhafte Anomalien“ ausführlich dokumentiert): Inwiefern kann man mit Heims Theorie paranormale Phänomene plausibel deuten?
Dem muss eine entsprechende Absicht in der Dimension X6 zugrunde liegen. Das ist zum Beispiel bei der mentalen Beeinflussung von Zufallsgeneratoren oder auch bei der Telekinese der Fall. In beiden Fällen bringt ein Mensch den fokussierten Willen auf, eine physische Struktur zu verändern. Heim wird hierbei sogar noch konkreter: Wie auf der Artikelseite "Syntrometrie - die hierarchische Ordnung der Welt" gezeigt, läuft die Kopplung zwischen unserem Körper („Bios“) und unserem Bewusstsein („Psyche“ beziehungsweise „Pneuma“) über die von Heim unterstellten Telekorsyntroklinen, die eine Vermittlung von Informationen (Aktivitätenströmen) ermöglichen. Wenn ein Mensch sich auf ein bestimmtes Ziel fokussiert, kann sich eine solche Telekorsyntrokline zeitweilig von seinem Körper lösen und sich mit dem physischen Gegenstand („Physis“) koppeln, auf den er Einfluss nehmen möchte. Die entsprechenden Aktivitätenströme sorgen dann für eine Veränderung der Struktur, die ohne eine solche Einflussnahme niemals stattgefunden hätte.
Beispielsweise dreht sich dann ein PSI-Wheel in abrupter Weise hin- und her, obschon es doch normalerweise einfach in seiner Position verharren oder aber, sofern ein Luftstrom es anstoßen würde, gleichmäßig und allmählich ausdrehen sollte. Mit Heim kann man Telekinese also so deuten, dass man durch seine Absicht (X6) einen unwahrscheinlichen Strukturfluss in der Raumzeit (X1-X4) verwirklicht. Voraussetzung dafür ist die Loslösung einer Telekorsyntrokline vom eigenen Körper.
Im Falle der Telepathie verbinden sie sich mit dem Bewusstsein anderer Menschen. Bei Jenseitskontakten koppeln sie an das Bewusstsein von Verstorbenen an. Und im Falle der Fernwahrnehmung richten sie sich auf ferne Orte beziehungsweise Geschehnisse. Sogar ein Ankoppeln in früheren Zeiträumen ist möglich, sodass Informationen aus der Vergangenheit abgerufen werden können. Durch eine Verknüpfung mit möglichen Strukturen in der Zukunft sind nach Heim auch Vorhersagen möglich (Wahrsagerei), allerdings seien diese niemals sicher, denn solange aus den vielen möglichen Strukturen in X5 noch keine bestimmte Struktur in der Gegenwart verwirklicht wurde, ist die Zukunft offen.
Zweckdienlich für das erfolgreiche Verknüpfen mit einem fremden Bewusstsein (Telepathie/Jenseitskontakte) oder mit einem fernen Ort beziehungsweise Geschehnis (Fernwahrnehmung) sind laut Heim eine klare Absicht und ein emotionaler Bezug zwischen dem Kontakt aufnehmenden Menschen und seinem Kontaktziel. Hier zeigt sich eine Parallele zu Rupert Sheldrakes These, wonach Felder (deren Funktion in diesem Kontext Heims Telekorsyntroklinen ähnelt) umso einfacher in eine Verbindung treten können, je enger der Bezug (die Resonanz) der entsprechenden Strukturen zueinander ist. So erklärt sich Sheldrake, dass Telepathie vor allem dann auftritt, wenn sich Menschen beziehungsweise Mensch und Haustier emotional sehr nahestehen. Und so ließe sich mit Sheldrake wie auch mit Heim erklären, warum Menschen, die von vorneherein ohnehin nicht an Telepathie oder Fernwahrnehmung glauben, entsprechende Erfahrungen kaum machen werden: Durch ihre Verneinung können sie keine Resonanz beziehungsweise Kopplung mit ihrem Ziel herstellen. Auch ein PSI-Wheel würden Zweifler dieser Deutung folgend kaum in Bewegung setzen können.
Auf der Artikelseite zur Überprüfung von Jenseitskontakten im Selbstexperiment hatten wir aus einem Erfahrungsbericht der bekannten Fernsehmoderatorin Olivia Röllin zitiert. Zu reinen Testzwecken hatte sie Anfang 2021 ein Medium besucht. Ausgehend von ihrer skeptischen Grundhaltung wollte sie herausfinden, wie eine Sitzung bei einem Medium abläuft. Ihrem Bericht zufolge wurde sie in ihrer Skepsis bestätigt: Die dem Medium angeblich erschienenen Verstorbenen kannte sie nicht und es wurden keinerlei Botschaften übermittelt, die sie als Beweis hätte werten können. Neben einer möglichen Inkompetenz des Mediums hatten wir im besagten Artikel eine falsche mentale Einstellung Olivia Röllins als mögliche Ursache für das Scheitern ihres Experiments vermutet: Röllin verfolgte gar keine ehrliche Absicht, eine bestimmte ihr nahestehende Person im Jenseits zu kontaktieren. Mit Heim gesprochen hat sie in der Dimension X6 gar kein klares Ziel gesetzt, das es erlaubt hätte, geistige Strukturen in die gewünschte Richtung zu lenken. Sollte darüber hinaus das Medium inkompetent gewesen sein, bedeutete das mit Heim gesprochen, dass die Syntroklinenverbindungen am Körper des Mediums festsaßen und „intakt“ geblieben waren. Um sich mit anderen physischen oder geistigen Strukturen zu verbinden, braucht es aber einen „Defekt“ der Verbindungen, sodass diese sich neu ausrichten und mit anderen Strukturen koppeln können. Nimmt man Heims Begriffsbestimmung wörtlich, ist das, was man in spirituellen Kreisen „mediales Talent“ nennt, eigentlich nichts anderes als eine ungewöhnliche Funktionsstörung.
Aktivitätenströme können dann also nur noch zwischen „Psyche“ und „Pneuma“ ausgetauscht werden. Zur Erinnerung: Während der Bereich der „Psyche“ die Wahrnehmungen und Empfindungen umspannt, vollziehen sich im Mentalbereich des „Pneuma“ unsere bewussten Gedanken und Reflexionen. Wahrnehmungen finden also weiterhin statt, sie werden aber nicht mehr durch die körperlichen Signale des „Bios“ gespeist. Stattdessen nehmen wir Eindrücke wahr, die sich auf einer rein geistigen Sphäre abspielen, weil sich nun sämtliche Aktivitätenströme hierhin verlagern.
Geistige Wahrnehmungen könnten sich vielleicht ähnlich wie in einem Traum oder bei bestimmten Meditationsformen darstellen, bei denen die Aktivitätenströme zwischen „Psyche“ und „Bios“ zeitweilig reduziert werden und der Körper zur Ruhe kommt. Die wenigen Aktivitätenströme, die zwischen „Psyche“ und „Bios“ fließen, dienen dann nur noch der Erhaltung biologischer Grundfunktionen wie Herzschlag und Atmung. Auch außerkörperliche Erfahrungen resultieren nach Heim aus einer ungewöhnlichen Verlagerung von Aktivitätenströmen aus dem „Bios“ in den metaphysischen Bereich. Während der Körper bewusstlos im Bett liegt und über nur wenige Telekorsyntroklinen mit der „Psyche“ verbunden und darum belebt bleibt, kann sich das Bewusstsein in ganz andere Bereiche erstrecken und sich je nach Zielsetzung und Neukopplung von Telekorsyntroklinen vielleicht sogar auf andere Orte, Geschehnisse und Menschen richten.
Die Auswahl des Embryos, in den wir inkarnieren, geschieht insofern nicht zufällig und beliebig. Mit Heim ist es am wahrscheinlichsten, dass wir an einen Embryo ankoppeln, der in einer psychisch-mentalen Lebensumwelt aufwächst, die eine gewisse Ähnlichkeit zu unserem eigenen, aktuellen Bewusstsein aufweist. So lassen sich auch Erzählungen deuten, wonach Kinder sich ihre Eltern „aussuchen“, so wie das der kleine James Leininger offenbar tat (siehe unsere entsprechende Artikelseite aus der Sammlung zur Reinkarnationsforschung). Mit der Terminologie Burkhard Heims erfolgte das, was James in seiner Anekdote vom Hawaii-Urlaub seiner Eltern als gezielte „Auswahl“ beschrieb, auf Basis einer hohen „Strukturähnlichkeit“ psychisch-mentaler Komplexe.
Die Spontanerinnerungen von Kindern an frühere Leben hätte insofern nach Heim eine ganz reale Grundlage. Seltsam scheint allerdings, warum die meisten Menschen ihre Vorleben nicht erinnern, einige wenige Kinder wie James Leininger aber wohl – zumindest zu Beginn ihres neuen Lebens. Die Reinkarnationsforschung konnte diesbezüglich feststellen, dass Erinnerungen an Vorleben häufig bei solchen Kindern auftreten, die im Vorleben eines plötzlichen oder gar gewaltsamen Todes gestorben sind. Für den Heim-Experten Hannes Schmidt lässt sich diese Beobachtung mit Heims Theorie in Einklang bringen. Er vermutet, dass beim Eintritt des Todes sämtliche Lebenserinnerungen in den Tiefen unseres Mentalkomplexes (Totalität 25 im „Pneuma“) abgespeichert werden – mit Ausnahme derjenigen Lebensereignisse, die wir nicht integrieren konnten, weil sie zum Beispiel zu traumatisch waren. Dieses „Residuum“ verbleibe im „Ilkor“ der „Psyche“ und werde darum in die nächste Inkarnation mitgenommen. Alle weiteren Erinnerungen, die tiefer im Mentalkomplex abgespeichert wurden, sind hingegen mangels entsprechender Aktivitätenströme zu Lebzeiten nicht zugänglich – es sein denn, es gibt eine ungewöhnliche Verbindung zwischen psychischem „Ilkor“ und den entsprechenden Gedächtnisinhalten in den Tiefen des „Pneuma“. Dann wären die Spontanerinnerungen von Kindern abermals – um es mit Heims Worten zu sagen – Resultate eines seltenen „Defekts“.
11:56 Minuten, deutsch
Dipl. Ing. Hannes Schmid, Heim-Experte und Betreiber des Kanals "6 Dimensionen in Farbe", äußert sich in diesem Video zur Frage, was laut Heim beim Eintritt des Todes geschieht.