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Philosophie & Wissenschaft

Heim's 6-dimensionales Weltbild (4/4) 
Heim's Erklärung für paranormale Phänomene


Heims Theorie übersteigt den Bereich des physisch Sicht- und Messbaren. Eine empirische Bestätigung im klassisch-wissenschaftlichen Sinne ist darum in vielen Aspekten gar nicht möglich. Um einzuschätzen, ob Heims Theorie dennoch einen sinnvollen Mehrwert gegenüber der gewöhnliche Naturwissenschaft liefert, bleibt uns lediglich der Versuch, ihre Erklärungskraft in Bezug auf all jene Phänomene zu überprüfen, an denen die gewöhnliche Naturwissenschaft scheitert (die jeweiligen Phänomene finden Sie in den Themenbereichen „Bewusstseinsforschung“ und „Rätselhafte Anomalien“ ausführlich dokumentiert): Inwiefern kann man mit Heims Theorie paranormale Phänomene plausibel deuten?


1) Paranormales: Verwirklichung unwahrscheinlicher Möglichkeiten

Heims Modell kennt im Unterschied zur gewöhnlichen Physik und im Unterschied zu Sheldrake zwei Dimensionen, die jenseits von Raum und Zeit liegen. Die Dimension X5 hatten wir als Strukturdimension kennengelernt. Sie enthält alle in der Raumzeit realisierbaren Strukturen als Möglichkeit (ähnlich den platonischen Ideen). Welche Strukturen warum verwirklicht werden, entscheidet sich in der Dimension X6, die eine Zieldynamik ausdrückt. Weil das gesamte Universum sechsdimensional ist, sind wir als Menschen nicht bloß dreidimensionale, sondern sechsdimensionale Wesen. Ständig halten wir uns parallel zur Raumzeit im metaphysischen Bereich auf, wo sich unser Körper als „Ideenleib“ befindet und sämtliche Aktivitäten des Bewusstseins ablaufen.

Wenn sich in der physischen Raumzeit paranormale Phänomene ereignen, werden Strukturen realisiert, die unwahrscheinlich sind. 

Dem muss eine entsprechende Absicht in der Dimension X6 zugrunde liegen. Das ist zum Beispiel bei der mentalen Beeinflussung von Zufallsgeneratoren oder auch bei der Telekinese der Fall. In beiden Fällen bringt ein Mensch den fokussierten Willen auf, eine physische Struktur zu verändern. Heim wird hierbei sogar noch konkreter: Wie auf der Artikelseite "Syntrometrie - die hierarchische Ordnung der Welt" gezeigt, läuft die Kopplung zwischen unserem Körper („Bios“) und unserem Bewusstsein („Psyche“ beziehungsweise „Pneuma“) über die von Heim unterstellten Telekorsyntroklinen, die eine Vermittlung von Informationen (Aktivitätenströmen) ermöglichen. Wenn ein Mensch sich auf ein bestimmtes Ziel fokussiert, kann sich eine solche Telekorsyntrokline zeitweilig von seinem Körper lösen und sich mit dem physischen Gegenstand („Physis“) koppeln, auf den er Einfluss nehmen möchte. Die entsprechenden Aktivitätenströme sorgen dann für eine Veränderung der Struktur, die ohne eine solche Einflussnahme niemals stattgefunden hätte.

Beispielsweise dreht sich dann ein PSI-Wheel in abrupter Weise hin- und her, obschon es doch normalerweise einfach in seiner Position verharren oder aber, sofern ein Luftstrom es anstoßen würde, gleichmäßig und allmählich ausdrehen sollte. Mit Heim kann man Telekinese also so deuten, dass man durch seine Absicht (X6) einen unwahrscheinlichen Strukturfluss in der Raumzeit (X1-X4) verwirklicht. Voraussetzung dafür ist die Loslösung einer Telekorsyntrokline vom eigenen Körper.

Heims Modell macht auch verständlich, warum PSI-Phänomene wie diese nicht zuverlässig reproduzierbar sind (siehe hierzu die Artikelseite: "Wann gilt etwas als wissenschaftlich bewiesen“?).

 Die Abkopplung von Telekorsyntroklinen vom eigenen Körper reduzieren die Aktivitätenströme zwischen „Psyche“ und „Bios“ und erfordern folglich eine drastische Einschränkung der Sinnesverarbeitung und der Körpersteuerung. Will man ein PSI-Wheel bewegen, sollte der Körper zur Ruhe kommen und möglichst wenig einströmende Reize verarbeiten. Solch ein meditativer Zustand lässt sich kaum in einem sterilen wissenschaftlichen Labor erreichen, wenn man sich unter hohem Erwartungsdruck den skeptischen Blicken eines Experimentators ausgesetzt sieht. Eine ungezwungene Atmosphäre, Ruhe und ein starkes Vertrauen schaffen insofern die besten Voraussetzungen für das Gelingen von PSI-Experimenten.

Bemerkenswert ist, dass die Beeinflussung von Materie durch Geist in unserem eigenen Körper tagtäglich geschieht, wir das aber nicht als paranormal, sondern als normal begreifen. Wenn wir nicht gerade schlafen oder krank sind, bringen wir unseren materiellen Körper ständig dazu, physikalisch unwahrscheinliche Dinge zu tun. Wäre das nicht so, würde unser Körper einfach nur herumliegen, so wie ein PSI-Wheel normalerweise einfach nur stillsteht. Stattdessen halten Ihre Hände aber möglicherweis gerade ein Smartphone oder ein Tablet fest und Ihre Ohren folgen diesen Worten. Heim nannte diese tagtägliche Geist-Materie-Wechselwirkung in unserem Körper das „uneigentlich Paranormale“. Der dahinter liegende Mechanismus ist im Grunde derselbe wie bei den paranormalen Phänomenen auch: Geist („Psyche“/„Pneuma“) steuert Materie („Bios“/„Physis“). So wie wir durch Aktivitätenströme ein PSI-Wheel bewegen können, bewegen wir im Alltag unseren Körper. Der einzige Unterschied besteht in der Kopplung der Telekorsyntroklinen: In unserem gewöhnlichen Alltag sind alle 16 Telekorsyntroklinen fest mit unserem Körper verbunden. Dadurch ist tagtäglich ein umfangreicher Austausch von Aktivitätenströmen möglich, sodass uns die Bewegung unseres Körpers als völlig normal und vertraut erscheint. Bei der Telekinese hingegen lösen sich eine oder vielleicht sogar mehrere Telekorsyntroklinen zeitweilig vom Körper ab und können in minimaler Weise Aktivitätenströme auf einen anderen physischen Körper übertragen. Das erscheint uns dann als paranormal, weil es so ungewöhnlich ist. Aufgrund der Tatsache, dass hier eine intakte Kopplung von Telekorsyntroklinen an den Körper aufgetrennt wird, betrachtete Heim paranormale Fähigkeiten als seltenen „Defekt“.



2) Telepathie, Fernwahrnehmung und Medialität

Auch bei der Telepathie, der Medialität (Jenseitskontakte) und der Fernwahrnehmung (Remote Viewing) lösen sich laut Heim Telekorsyntroklinen vom Körper. 

Im Falle der Telepathie verbinden sie sich mit dem Bewusstsein anderer Menschen. Bei Jenseitskontakten koppeln sie an das Bewusstsein von Verstorbenen an. Und im Falle der Fernwahrnehmung richten sie sich auf ferne Orte beziehungsweise Geschehnisse. Sogar ein Ankoppeln in früheren Zeiträumen ist möglich, sodass Informationen aus der Vergangenheit abgerufen werden können. Durch eine Verknüpfung mit möglichen Strukturen in der Zukunft sind nach Heim auch Vorhersagen möglich (Wahrsagerei), allerdings seien diese niemals sicher, denn solange aus den vielen möglichen Strukturen in X5 noch keine bestimmte Struktur in der Gegenwart verwirklicht wurde, ist die Zukunft offen.

Zweckdienlich für das erfolgreiche Verknüpfen mit einem fremden Bewusstsein (Telepathie/Jenseitskontakte) oder mit einem fernen Ort beziehungsweise Geschehnis (Fernwahrnehmung) sind laut Heim eine klare Absicht und ein emotionaler Bezug zwischen dem Kontakt aufnehmenden Menschen und seinem Kontaktziel. Hier zeigt sich eine Parallele zu Rupert Sheldrakes These, wonach Felder (deren Funktion in diesem Kontext Heims Telekorsyntroklinen ähnelt) umso einfacher in eine Verbindung treten können, je enger der Bezug (die Resonanz) der entsprechenden Strukturen zueinander ist. So erklärt sich Sheldrake, dass Telepathie vor allem dann auftritt, wenn sich Menschen beziehungsweise Mensch und Haustier emotional sehr nahestehen. Und so ließe sich mit Sheldrake wie auch mit Heim erklären, warum Menschen, die von vorneherein ohnehin nicht an Telepathie oder Fernwahrnehmung glauben, entsprechende Erfahrungen kaum machen werden: Durch ihre Verneinung können sie keine Resonanz beziehungsweise Kopplung mit ihrem Ziel herstellen. Auch ein PSI-Wheel würden Zweifler dieser Deutung folgend kaum in Bewegung setzen können.

Auf der Artikelseite zur Überprüfung von Jenseitskontakten im Selbstexperiment hatten wir aus einem Erfahrungsbericht der bekannten Fernsehmoderatorin Olivia Röllin zitiert. Zu reinen Testzwecken hatte sie Anfang 2021 ein Medium besucht. Ausgehend von ihrer skeptischen Grundhaltung wollte sie herausfinden, wie eine Sitzung bei einem Medium abläuft. Ihrem Bericht zufolge wurde sie in ihrer Skepsis bestätigt: Die dem Medium angeblich erschienenen Verstorbenen kannte sie nicht und es wurden keinerlei Botschaften übermittelt, die sie als Beweis hätte werten können. Neben einer möglichen Inkompetenz des Mediums hatten wir im besagten Artikel eine falsche mentale Einstellung Olivia Röllins als mögliche Ursache für das Scheitern ihres Experiments vermutet: Röllin verfolgte gar keine ehrliche Absicht, eine bestimmte ihr nahestehende Person im Jenseits zu kontaktieren. Mit Heim gesprochen hat sie in der Dimension X6 gar kein klares Ziel gesetzt, das es erlaubt hätte, geistige Strukturen in die gewünschte Richtung zu lenken. Sollte darüber hinaus das Medium inkompetent gewesen sein, bedeutete das mit Heim gesprochen, dass die Syntroklinenverbindungen am Körper des Mediums festsaßen und „intakt“ geblieben waren. Um sich mit anderen physischen oder geistigen Strukturen zu verbinden, braucht es aber einen „Defekt“ der Verbindungen, sodass diese sich neu ausrichten und mit anderen Strukturen koppeln können. Nimmt man Heims Begriffsbestimmung wörtlich, ist das, was man in spirituellen Kreisen „mediales Talent“ nennt, eigentlich nichts anderes als eine ungewöhnliche Funktionsstörung. 

Mit dem Eintritt des Todes versiegen die Aktivitätenströme zwischen „Psyche“ und „Bios“ und konzentrieren sich nun notwendigerweise auf die höheren Bereiche (siehe Abbildung).

Aktivitätenströme können dann also nur noch zwischen „Psyche“ und „Pneuma“ ausgetauscht werden. Zur Erinnerung: Während der Bereich der „Psyche“ die Wahrnehmungen und Empfindungen umspannt, vollziehen sich im Mentalbereich des „Pneuma“ unsere bewussten Gedanken und Reflexionen. Wahrnehmungen finden also weiterhin statt, sie werden aber nicht mehr durch die körperlichen Signale des „Bios“ gespeist. Stattdessen nehmen wir Eindrücke wahr, die sich auf einer rein geistigen Sphäre abspielen, weil sich nun sämtliche Aktivitätenströme hierhin verlagern.

Geistige Wahrnehmungen könnten sich vielleicht ähnlich wie in einem Traum oder bei bestimmten Meditationsformen darstellen, bei denen die Aktivitätenströme zwischen „Psyche“ und „Bios“ zeitweilig reduziert werden und der Körper zur Ruhe kommt. Die wenigen Aktivitätenströme, die zwischen „Psyche“ und „Bios“ fließen, dienen dann nur noch der Erhaltung biologischer Grundfunktionen wie Herzschlag und Atmung. Auch außerkörperliche Erfahrungen resultieren nach Heim aus einer ungewöhnlichen Verlagerung von Aktivitätenströmen aus dem „Bios“ in den metaphysischen Bereich. Während der Körper bewusstlos im Bett liegt und über nur wenige Telekorsyntroklinen mit der „Psyche“ verbunden und darum belebt bleibt, kann sich das Bewusstsein in ganz andere Bereiche erstrecken und sich je nach Zielsetzung und Neukopplung von Telekorsyntroklinen vielleicht sogar auf andere Orte, Geschehnisse und Menschen richten. 

Mit dem Eintritt des Todes werden sämtliche Aktivitätenströme zwischen „Psyche“ und „Bios“ endgültig gekappt und auf den Bereich zwischen „Psyche“ und „Pneuma“ verlagert. 

Die geistigen Wahrnehmungen, die wir nach dem Tod erfahren, dürften darum im Verhältnis zum Traumgeschehen, zu Meditationserfahrungen und selbst zu außerkörperlichen Erfahrungen deutlich intensiver und vor allem bei viel klarerem Bewusstsein erlebt werden. Das passt zu den vielen Berichten von Menschen, die eine Nahtoderfahrung durchlebt haben und diese als überaus real einordnen, mithin sogar als realer als ihr normales Alltagserleben. Verständlich wird außerdem, wie die Lebensrückschau möglich ist: Durch die Konzentration von Aktivitätenströmen auf den Bereich zwischen „Psyche“ und „Pneuma“ sind nun sämtliche Gedächtnisinhalte auf einmal zugänglich.

Mit der Verlagerung von Aktivitätenströmen lässt sich des Weiteren das Rätsel lösen, dem wir in der Artikelsammmung "Wo steckt das Bewusstsein?" ("Ist das Gehirn Träger oder Überträger von Bewusstsein?") begegnet sind: Wo nämlich Parapsychologen, spirituelle Lehrer und idealistische Philosophen behaupten, Bewusstsein befinde sich gar nicht im Gehirn, sondern in metaphysischen Sphären außerhalb der Raumzeit, stellt sich bei genauem Hinsehen doch die sehr entscheidende Frage, warum sich dann unser bewusstes Wahrnehmen trotzdem in der physischen Raumzeit abspielt und nicht in der metaphysischen Welt, in der sich unser Bewusstsein doch angeblich befindet. Nun, solange wir inkarniert sind, solange also unser metaphysischer „Ilkor“ mit seinen 16 Telekorsyntroklinen an einen physischen Körper andockt und mit diesem Aktivitätenströme austauscht, speisen sich die Bewusstseinsinhalte laut Heim vorrangig aus den Körpersinnen (siehe die dicken Pfeile links unten in der vorigen Abbildung). Deshalb nehmen wir im Alltagsbewusstsein nur die physische Welt um unseren Körper herum wahr und erkennen nicht, dass wir uns mit unserer Psyche und mit unserem Geist eigentlich in einem metaphysischen Raum aufhalten. Die sinnliche Wahrnehmung nichtphysischer Dimensionen kann uns allenfalls in der Meditation, in Träumen oder bei außerkörperlichen Erfahrungen widerfahren, wenn die Aktivitätenströme zwischen „Psyche“ und „Bios“ zeitweilig auf ein Minimum zurückgefahren werden und sich einzelne Telekorsyntroklinen vom Körper lösen, um Verbindungen in metaphysischen Bereichen herzustellen. Wenn wir sterben und sich der „Ilkor“ mit seinen 16 Telekorsyntroklinen vollständig und endgültig vom Körper abkoppelt, konzentrieren sich die Aktivitätenströme gänzlich auf den metaphysischen Bereich (siehe die rechte Seite der vorigen Abbildung). Erst dann erstreckt sich unser volles Bewusstsein, das zuvor durch die physischen Sinnesreize dominiert wurde, auf das Nichtphysische.

In einem sehr stark vereinfachenden Bild ausgedrückt ist das in etwa so, als hätten wir zu Lebzeiten eine VR-Brille auf, die uns – um es mit Platons Worten auszudrücken – nur eine materielle „Schattenwelt“ zeigt. Solange wir durch diese Brille schauen, vergessen wir die uns umgebende Welt, in der wir uns eigentlich befinden. Mit dem Tod ziehen wir bildlich gesprochen die Brille wieder aus und können den Raum erkunden, aus dem wir eigentlich stammen.
Noch besser als auf Heim passt die Metapher mit der VR-Brille übrigens auf die Simulationstheorie des Physikers Thomas Campbell, die wir in einer eigenen Artikelsammlung behandeln ("Ist Realität virtuell?") und deren Schlussfolgerungen der Heimschen Theorie in vielen Aspekten sehr ähneln.

3) Leben nach dem Tod und Wiedergeburt

Als Wesen ohne biologischen Körper sind wir nach unserem Tod zunächst auf die Dimensionen X5 (Struktur) und X6 (Zieldynamik) begrenzt. Als psychisch-mentaler Komplex haben wir nach wie vor eine (geistige) Struktur und verfügen zudem über ein virtuelles Selbstbild unseres Körpers. Vor allem aber können wir als „Geistwesen“ weiterhin unseren Zielen folgen und unseren Willen zu verwirklichen versuchen.

Denkbar ist in Heims Modell auch, dass unser psychisch-mentaler Komplex eines Tages an eine neu entstehende biologische Struktur andockt, nämlich an einen Embryo. Dann kommt es zu einer umgekehrten Neuausrichtung der Aktivitätenströme: Die „Psyche“ verbindet sich erneut mit einem menschlichen Körper im „Bios“, sodass sich der Schwerpunkt unserer Aktivitätenströme dorthin verlagert. Durch die Neuverknüpfung erhält unsere Psyche ihre Eindrücke und Informationen fortan wieder durch die Körpersinne.

Wie wir oben im Zusammenhang mit der Telepathie gesehen haben, wird die erfolgreiche Kopplung von neuen Verknüpfungen durch einen engen emotionalen Bezug begünstigt.

Die Auswahl des Embryos, in den wir inkarnieren, geschieht insofern nicht zufällig und beliebig. Mit Heim ist es am wahrscheinlichsten, dass wir an einen Embryo ankoppeln, der in einer psychisch-mentalen Lebensumwelt aufwächst, die eine gewisse Ähnlichkeit zu unserem eigenen, aktuellen Bewusstsein aufweist. So lassen sich auch Erzählungen deuten, wonach Kinder sich ihre Eltern „aussuchen“, so wie das der kleine James Leininger offenbar tat (siehe unsere entsprechende Artikelseite aus der Sammlung zur Reinkarnationsforschung). Mit der Terminologie Burkhard Heims erfolgte das, was James in seiner Anekdote vom Hawaii-Urlaub seiner Eltern als gezielte „Auswahl“ beschrieb, auf Basis einer hohen „Strukturähnlichkeit“ psychisch-mentaler Komplexe.

Die Spontanerinnerungen von Kindern an frühere Leben hätte insofern nach Heim eine ganz reale Grundlage. Seltsam scheint allerdings, warum die meisten Menschen ihre Vorleben nicht erinnern, einige wenige Kinder wie James Leininger aber wohl – zumindest zu Beginn ihres neuen Lebens. Die Reinkarnationsforschung konnte diesbezüglich feststellen, dass Erinnerungen an Vorleben häufig bei solchen Kindern auftreten, die im Vorleben eines plötzlichen oder gar gewaltsamen Todes gestorben sind. Für den Heim-Experten Hannes Schmidt lässt sich diese Beobachtung mit Heims Theorie in Einklang bringen. Er vermutet, dass beim Eintritt des Todes sämtliche Lebenserinnerungen in den Tiefen unseres Mentalkomplexes (Totalität 25 im „Pneuma“) abgespeichert werden – mit Ausnahme derjenigen Lebensereignisse, die wir nicht integrieren konnten, weil sie zum Beispiel zu traumatisch waren. Dieses „Residuum“ verbleibe im „Ilkor“ der „Psyche“ und werde darum in die nächste Inkarnation mitgenommen. Alle weiteren Erinnerungen, die tiefer im Mentalkomplex abgespeichert wurden, sind hingegen mangels entsprechender Aktivitätenströme zu Lebzeiten nicht zugänglich – es sein denn, es gibt eine ungewöhnliche Verbindung zwischen psychischem „Ilkor“ und den entsprechenden Gedächtnisinhalten in den Tiefen des „Pneuma“. Dann wären die Spontanerinnerungen von Kindern abermals – um es mit Heims Worten zu sagen – Resultate eines seltenen „Defekts“.

Reinkarnationsforscher wie Prof. Jim Tucker oder Dieter Hassler gehen davon aus, dass unverarbeitete Traumata im Zusammenhang mit einem gewaltsamen Tod oder einem Unfalltod sich sogar in körperlichen Merkmalen der wiedergeborenen Person zeigen können.

Beispielsweise bilden Kinder genau an denjenigen Körperstellen auffällige Geburtsmale oder Narben aus, wo sich Einschusswunden von Pistolenkugeln befanden, durch die sie im Vorleben getötet wurden. Daraus schlussfolgern Tucker und Hassler, dass die Psyche in irgendeiner Weise Einfluss auf die biologische Entwicklung des Embryos nehmen muss. Auch das lässt sich in Heims Modell problemlos erklären. Denn die biologischen Funktionen des „Bios“ werden ja laut Heim aus der „Psyche“ heraus gesteuert, indem vermittels der Telekorsyntroklinen Aktivitätenströme ausgetauscht werden. Insofern scheint die Möglichkeit, dass ein in der „Psyche“ abgespeichertes Trauma sich in der biologischen Gestaltbildung eines neuen menschlichen Körpers niederschlägt, durchaus vorstellbar.

VIDEO: "Tod, Transzendenz und Televarianz" (6 Dimensionen in Farbe)

11:56 Minuten, deutsch

Dipl. Ing. Hannes Schmid, Heim-Experte und Betreiber des Kanals "6 Dimensionen in Farbe", äußert sich in diesem Video zur Frage, was laut Heim beim Eintritt des Todes geschieht.



4) Heims Antwort auf die Anomalien der Hirnforschung

Die materialistische Naturwissenschaft nimmt an, dass Bewusstsein als Resultat biochemischer und bioelektrischer Prozesse im Gehirn entsteht. Wie genau das funktioniert, kann sie aber nicht belegen.

Sie scheitert außerdem beim Versuch, Anomalien zu erklären, denen wir auf der Artikelseite "Volles Bewusstsein trotz Hirnschäden" begegnet sind. Rätselhaft scheint hier insbesondere das Phänomen der terminalen Geistesklarheit, das unter anderem von Dr. Michael Nahm und Prof. Bruce Greyson erforscht wurde: Manche Patienten mit degenerativen neurologischen Erkrankungen wie Demenz erlangen kurz vor ihrem Tod für einen kurzen Augenblick ihr volles Bewusstsein zurück. Plötzlich erkennen sie Angehörige wieder, die sie zuvor monate- oder gar jahrelang nicht mehr erkannt hatten. Sie unterhalten sich kurz mit ihnen und verabschieden sich. Wenige Stunden oder Tage später sterben sie.

Von der wissenschaftlichen Community werden Berichte wie diese weitgehend übergangen. Das sollte uns auch nicht wundern, denn im Rahmen des vorherrschenden materialistischen Paradigmas lassen sich solche Anomalien unmöglich erklären. Für die „Mainstream-Wissenschaft“ ist es also einfacher, terminale Geistesklarheit einfach zu ignorieren oder als Pseudowissenschaft abzutun (siehe hierzu unsere Artieklseite "Starre Paradigmen und kognitive Dissonanz"). Mit Heims sechsdimensionalem Weltbild können wir uns hingegen problemlos an das Phänomen der terminalen Geistesklarheit heranwagen. Denn unser Gedächtnis befindet sich ja nach Heim gar nicht im Gehirn, sondern in den immateriellen Bereichen unseres Seins. Die Quelle der plötzlichen Geistesklarheit wäre damit schnell ausgemacht. Fraglich bliebe nur, wie und warum sich diese Quelle auch dann im biologischen Körper äußern kann, wenn das Gehirn als biologische „Übertragungsstation“ für Gedächtnisinhalte stark zerstört ist. Der Physiker Illobrand von Ludwiger, langjähriger Wegbegleiter und Unterstützer Burkhard Heims, zieht zur Erklärung dieser Anomalie eine ungewöhnliche Kanalisierung von Aktivitätenströmen angesichts des herannahenden Todes heran:

„In besonderen Situationen (nahender Tod) können die Aktivitätenströme noch einmal über intakt gebliebene Hirnregionen mit dem Soma [Körper, Anm. d. Verf.] interagieren.“ (Von Ludwiger, Illobrand: Unsere sechsdimensionale Welt. Wissenschaftsverständnis von Magie, Mystik und Alchemie, München 2020, S. 270)

Vermutlich braucht es dazu den unbedingten Willen der Patienten, sich zu verabschieden. Nur so könnte in X6 ein derart wirkmächtiges Ziel gesetzt werden, dass sich die benötigten Aktivitätenströme einen derart unwahrscheinlichen Weg bahnen.



5) Heims Antwort auf das Rätsel der Entstehung des Lebens

Biologen können bis heute nicht nachvollziehen, wie aus toter Materie lebende Zellen hervorgehen konnten (siehe hierzu die Artikelseite "Das Problem der Abiogenese und der komplexen Information"). 

Mit Verweis auf das Miller-Urey-Experiment von 1953 wird gerne unterstellt, dass vor Milliarden von Jahren in einer präbiotischen „Ursuppe“ aus Wasser, Schwefelwasserstoff, Ammoniak und Methan durch das Einwirken von Blitzen und UV-Strahlung die ersten Aminosäuren entstanden sein müssen. Aminosäuren selbst sind aber im biologischen Sinne gar nicht lebendig. Sie sind nur Bausteine für Proteine. Auch Proteine stellen für sich genommen noch keine lebendigen Einheiten dar. Erst wenn Proteine, Nukleinsäure, Kohlenhydrate und Lipide in Form einer funktionierenden Zelle zusammenwirken, kann im heutigen Verständnis der Biologie von Leben gesprochen werden. Der Schritt von einer Aminosäure zu einer lebendigen Zelle ist also riesig!

Dennoch wird von Naturwissenschaftlern auf Basis des Miller-Urey-Experiments wie selbstverständlich abgeleitet, dass neben der Aminosäure auch weitere Bestandteile des Lebens unter präbiotischen Bedingungen entstanden sein könnten und dass sich diese Bestandteile dann zufällig (!) zu einer Zelle angeordnet haben müssen. Gerade dieser Zufall wirft aber Fragen auf. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die genannten Bausteine von selbst in einer derartig komplexen und perfekten Weise anordneten, dass eine funktionsfähige Zelle mit informationstragender DNA dabei herauskommt, die sich später sogar mit weiteren Zellen in mannigfaltiger Weise und millionenfacher Wiederholung zu noch viel komplexeren Lebewesen bis hin zu Pflanzen, Tieren und Menschen strukturiert, beträgt selbst über lange Zeiträume betrachtet quasi Null.

Mit Burkhard Heim ließe sich das Problem der unwahrscheinlichen Anordnung von Einzelbestandteilen zu komplexen Zellen und evolutionsgeschichtlich immer höher strukturierten Organismen elegant lösen. Dazu muss man den Zufall durch eine Zieldynamik in X6 ersetzen. Diese bedient sich der Strukturentwürfe in X5, um die mit ihnen korrelierte Materie in X1 bis X3 mittels Aktivitätenströmen zu organisieren. Sie aktualisiert und modifiziert die Materie im Laufe der Zeit X4 von einfach in Richtung komplex, sodass immer komplexe Strukturen des „Bios“ mithilfe entsprechend komplexer „Ilkor“-Strukturen der „Psyche“ koordiniert werden. Mit einem Wort: Die Materie organisiert und belebt sich nicht selbst, sondern wird aus einem metaphysischen Raum heraus organisiert und belebt.

6) Weiterführende Informationen und Buchtipps